Zum Inhalt springen
EdelweissDEENFRIT

Website für die Schreinerei: Küchen, Möbel und Innenausbau so zeigen, dass Kunden anfragen

Die Website einer Schreinerei muss zeigen, was Sie schon gebaut haben, wie Sie arbeiten und wie ein Kunde von der Idee zur Offerte kommt. Bei Massarbeit lassen sich Preise nicht vergleichen, also zählt das Vertrauen in Ihre Arbeit.

Branchen · 4 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Bei Massarbeit zählt der Eindruck, nicht die Preisliste

Wer einen Einbauschrank unter die Dachschräge oder eine neue Küche möchte, kann keine Preise nebeneinanderlegen. Jedes Stück entsteht neu, und die Offerte gibt es erst nach einem Gespräch. Also vergleicht er, was er sieht: Wie sauber sind die Kanten, wie ruhig wirken die Fronten, und macht der Betrieb einen zuverlässigen Eindruck?

Dazu kommt, dass viele Kunden anfangs nur eine vage Vorstellung haben, etwa «etwas Helles, das den Raum nicht erdrückt». Hier hat die Schreinerei einen Vorteil, die auf ihrer Website zeigt, was möglich ist. Ihre Seite ist Schaufenster und Werkstatt zugleich.

Welche Seiten eine Schreinerei braucht

Bauen Sie Seiten für das, was Sie gern häufiger machen würden:

  • Küchen: Eine eigene Seite, denn «Küche vom Schreiner» ist ein eigenes Vorhaben mit eigenen Fragen zu Planung, Geräten, Arbeitsplatte, Dauer und Montage.
  • Möbel und Einbauschränke nach Mass: Gegliedert nach Raum, etwa Garderobe, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Dachschräge.
  • Innenausbau: Für Wohnungen, Praxen, Läden und Büros. Diese Auftraggeber, oft Architekten oder Geschäftsinhaber, lesen anders als Privatkunden. Sie erwarten Fachsprache und Angaben zur Ausführung.
  • Fenster, Türen, Reparatur und Restaurierung: Nur, wenn Sie das tatsächlich anbieten.
  • Material und Oberflächen: Eine kurze Seite zu Holzarten und Oberflächen nimmt vielen Kunden die Unsicherheit bei der Wahl.
  • Werkstatt und Team: Namen, Gesichter und ein Blick in die Werkstatt.

Auf der Küchenseite beantworten Sie, wer die Küche zeichnet und wie viele Entwürfe dazugehören, wer die Geräte liefert, wer Elektro- und Sanitäranschlüsse übernimmt (Sie oder ein Partnerbetrieb), welche Arbeitsplatten zur Wahl stehen und wie lange es ungefähr von der Bestellung bis zur Montage dauert. Eine Dauer nennen Sie nur, wenn Sie sie tatsächlich einhalten, sonst schreiben Sie, dass der Terminplan nach der Besichtigung folgt.

Der Grundaufbau gleicht dem anderer Betriebe, den Sie im Beitrag Website für Handwerker finden. Bei der Schreinerei kommt hinzu, dass die Bilder einen grossen Teil der Überzeugungsarbeit leisten.

Referenzbilder: So dokumentieren Sie ein Projekt

Ein Projekt braucht wenige, durchdachte Bilder statt einer Galerie ohne Zusammenhang. Eine brauchbare Reihenfolge:

  1. Gesamtaufnahme im Raum, aufgeräumt, bei Tageslicht.
  2. Zwei bis drei Details: Kante, Beschlag, Fuge, Maserung.
  3. Ein Bild aus der Werkstatt, das zeigt, wie das Stück entstanden ist.
  4. Eine Bildunterschrift mit Raum, Holzart und Oberfläche.
  5. Einige Sätze zu Ausgangslage, Idee und Umsetzung.

Fotografieren Sie am Tag der Montage, wenn der Raum noch sauber ist, und fragen Sie, ob Sie später ein Bild im eingerichteten Zustand machen dürfen. Familienfotos, erkennbare Personen und die Hausnummer lassen Sie weg, solange der Kunde nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Tipps zur Aufnahme finden Sie im Beitrag Fotos für die Firmenwebsite.

Von der Idee zur Offerte: Der Weg bei Massarbeit

Viele Kunden wissen nicht, wie ein Auftrag bei einer Schreinerei abläuft, und zögern deshalb mit der Anfrage. Zeigen Sie den Weg in fünf Schritten:

  1. Anfrage oder erstes Gespräch.
  2. Besichtigung und Aufmass vor Ort.
  3. Entwurf als Skizze, Zeichnung oder Muster.
  4. Verbindliche Offerte.
  5. Fertigung in der Werkstatt und Montage.

Das Formular braucht nicht viel. Was möchte der Kunde: Küche, Schrank, Möbel, Innenausbau oder Reparatur? In welchem Raum? Dazu ein Foto des Raums, ein Bild oder eine Skizze als Vorbild, auf Wunsch ungefähre Masse und der Wunschzeitraum. Ein Foto vom Raum und ein Vorbildbild sagen mehr als drei Absätze Text. Mehr zu Feldern und Aufbau im Beitrag Kontaktformular optimieren.

Bei Massarbeit gibt es keine feste Preisliste. Erklären Sie deshalb die Kostentreiber: Material, Grösse, Beschläge und Technik, Oberfläche und den Aufwand bei der Montage. Die Zahl steht dann in der verbindlichen Offerte nach der Besichtigung.

Einzugsgebiet und Werkstattbesuch

Montiert wird beim Kunden, also hat jede Schreinerei einen Radius. Nennen Sie die Region, in der Sie montieren, und die Adresse der Werkstatt. Wer eine Küche oder Möbel aussucht, schaut oft gern persönlich vorbei: Schreiben Sie, ob ein Besuch in Werkstatt oder Ausstellung nach Anmeldung möglich ist. Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in den Verzeichnissen gleich lauten. Wie das zusammenspielt, steht im Beitrag Lokale SEO in der Deutschschweiz.

Ihre Schreinerei-Website prüfen oder neu aufbauen lassen

Wie gut Ihre jetzige Seite Küchen, Möbel und Referenzen zeigt, sehen Sie im kostenlosen Website-Check. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Wie viele Projekte soll die Website zeigen?

Lieber wenige, gut dokumentierte Projekte als viele Fotos ohne Zusammenhang. Beginnen Sie mit den Arbeiten, die Sie gern wieder bauen würden, und ergänzen Sie die Seite nach jedem Auftrag, auf den Sie stolz sind.

Brauche ich einen Online-Shop für Möbel?

Nur, wenn Sie Standardprodukte verkaufen. Bei Massarbeit führt der Weg über Anfrage, Besichtigung und Offerte, ein Shop bringt dabei wenig. Hilfreicher ist ein einfacher Weg, einen Beratungstermin oder einen Werkstattbesuch zu vereinbaren.

Wie spreche ich Architekten und Bauherren an?

Mit einer eigenen Seite zum Innenausbau. Zeigen Sie Projekte für Gewerbe und Wohnungsbau mit Angaben zur Ausführung, zu Materialien und zum Ablauf auf der Baustelle. Nennen Sie eine Ansprechperson, die erreichbar ist.

Wie halte ich die Referenzen aktuell?

Planen Sie nach jedem abgeschlossenen Auftrag wenige Minuten ein: ein paar Fotos, drei Sätze, die Zustimmung des Kunden. Wenn Ihnen das im Alltag zu viel wird, lassen Sie die Pflege von jemandem erledigen, der die Seite kennt.