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Die eigene Website in 20 Punkten selbst prüfen

Mit dieser Checkliste prüfen Sie Technik, Inhalte, Recht und Kontakt Ihrer Website selbst, mit Handy und Laptop. Danach wissen Sie, was zuerst repariert werden sollte.

Anfragen und KI · 4 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

So gehen Sie vor

Planen Sie etwa eine Stunde ein. Halten Sie Handy und Laptop bereit und öffnen Sie Ihre Website, als wären Sie ein neuer Kunde. Notieren Sie zu jedem Punkt eine Ampel: grün (in Ordnung), gelb (verbesserbar), rot (fehlt oder funktioniert nicht). Arbeiten Sie die roten Punkte danach in dieser Reihenfolge ab: zuerst Kontakt und Recht, dann Technik, dann Inhalte. Was Anfragen verhindert oder ein rechtliches Risiko schafft, hat Vorrang vor allem, was nur besser aussehen würde.

Technik: Punkte 1 bis 5

  1. Sichere Verbindung. Die Adresse beginnt mit https, der Browser zeigt keine Warnung. Klicken Sie auf das Schloss-Symbol vor der Adresse.
  2. Eine Adresse, nicht gesperrt. Geben Sie Ihre Domain mit und ohne «www» ein. Beide müssen auf dieselbe Seite führen. Öffnen Sie ausserdem ihre-domain.ch/robots.txt: Steht dort «Disallow: /» für alle Programme, ist die Seite für Suchmaschinen gesperrt.
  3. Handy-Ansicht. Öffnen Sie die Seite auf dem Handy. Der Text ist ohne Zoomen lesbar, die Schaltflächen treffen Sie mit dem Daumen, die Seite lässt sich nicht seitlich verschieben, und kein Fenster verdeckt beim Öffnen den ganzen Inhalt.
  4. Ladezeit. Öffnen Sie die Startseite im Mobilnetz. Dauert es spürbar, prüfen Sie sie mit PageSpeed Insights. Dort zählen vor allem drei Kernwerte: LCP, INP und CLS. Google nennt als gute Werte höchstens 2,5 Sekunden, 200 Millisekunden und 0,1. Meist sind zu grosse Bilder der Grund, mehr dazu im Beitrag Website-Ladezeit verbessern.
  5. Pflege. Wann wurde die Seite zuletzt aktualisiert? Bei WordPress und Baukästen sollten Software und Erweiterungen aktuell sein, eine Datensicherung bestehen und die Zugangsdaten bei Ihnen liegen.

Inhalte: Punkte 6 bis 10

  1. Erster Bildschirm. Zeigen Sie die Startseite jemandem ausserhalb Ihrer Branche. Weiss die Person nach dem ersten Blick, was Sie machen, wo und was sie tun soll?
  2. Leistungen. Jede wichtige Leistung ist beschrieben statt bloss aufgezählt, und das Einsatzgebiet steht im Text. Im Browser-Tab trägt jede Seite einen eigenen Titel mit Leistung und Ort.
  3. Bilder. Sie sind echt, scharf und nicht verzerrt. Jedes Bild hat eine kurze Beschreibung (Alternativtext) für Menschen, die es nicht sehen können.
  4. Aktualität. Öffnungszeiten, Team und Leistungen stimmen, in der Fusszeile steht kein altes Jahr, es gibt keine Platzhaltertexte wie «Lorem ipsum» und keine abgelaufenen Aktionen.
  5. Lesbarkeit. Die Schrift ist gross genug, der Text hebt sich klar vom Hintergrund ab, Links sind erkennbar. Drücken Sie mehrmals die Tab-Taste: Man sieht, welches Element gerade angewählt ist.

Recht: Punkte 11 bis 15

  1. Impressum. Es ist aus der Fusszeile jeder Seite erreichbar und nennt Firmenname, Adresse und Kontakt. Für Online-Shops schreibt das Gesetz solche Angaben vor, siehe Impressumspflicht in der Schweiz.
  2. Datenschutzerklärung. Sie ist vorhanden, erreichbar und passt zu dem, was die Seite tut: Kontaktformular, Statistik, Karten, Videos, Newsletter. Setzen Sie etwas ein, das nicht darin steht, stimmt die Erklärung nicht (Datenschutzerklärung nach nDSG).
  3. Dienste von aussen. Eingebettete Karten, Videos, Statistik- und Werbedienste laden Daten von Drittanbietern. Setzen Sie nur ein, was Sie brauchen, nennen Sie es in der Datenschutzerklärung, und wo eine Einwilligung nötig ist, muss die Wahl «Ablehnen» wirklich funktionieren.
  4. Bildrechte. Für jedes Bild kennen Sie Quelle und Lizenz. Erkennbare Personen haben zugestimmt. Nichts stammt aus der Bildersuche oder von fremden Websites.
  5. Aussagen. Jede Aussage ist belegbar. Es gibt keine Bestwerte wie «die Nummer 1» ohne Beleg und keine erfundenen Bewertungen. Gesundheitsberufe haben strengere Werberegeln, Heilversprechen gehören nicht auf die Seite.

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Die Punkte zeigen Lücken, ersetzen aber keine Prüfung durch eine Fachperson.

Kontakt: Punkte 16 bis 20

  1. Telefonnummer. Sie steht oben auf jeder Seite und wählt auf dem Handy per Tipp. Die Zeiten, zu denen jemand abnimmt, stehen daneben.
  2. Formular. Senden Sie eine Testanfrage vom Handy. Erscheint die Bestätigung? Kommt die Mail bei Ihnen an, und haben Sie auch den Spam-Ordner geprüft? Mehr dazu im Beitrag Kontaktformular optimieren.
  3. Standort und Zeiten. Adresse, Öffnungszeiten, Karte oder Anfahrt und Einsatzgebiet sind angegeben und stimmen.
  4. Google-Unternehmensprofil. Suchen Sie Ihren Betrieb in Google und Maps. Name, Adresse, Telefon und Zeiten stimmen mit der Website überein, und der Link führt auf die richtige Seite.
  5. Antwort-Ablauf. Es ist klar, wer Anfragen liest, wer antwortet und wer vertritt. Die E-Mail-Adresse gehört zu Ihrer Domain.

Zählen Sie am Ende die roten Punkte. Ein roter Punkt bei Kontakt oder Recht wiegt schwerer als mehrere gelbe bei den Inhalten.

Wenn Sie die Prüfung abgeben möchten

Wenn Sie nicht alles selbst durchgehen möchten, nutzen Sie unseren kostenlosen Website-Check. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Website prüfen?

Zweimal im Jahr und nach jeder grösseren Änderung: neue Leistung, neues Team, Umzug, neue Telefonnummer oder Wechsel des Hosters.

Was ist am dringendsten?

Alles, was Anfragen verhindert oder ein rechtliches Risiko schafft: Telefonnummer, Formular, Impressum und Datenschutzerklärung. Gestaltung und Texte folgen danach.

Brauche ich Technikkenntnisse für die Prüfung?

Die meisten Punkte prüfen Sie mit Handy und Browser. Für Korrekturen an der Technik oder an Rechtstexten ziehen Sie Ihren Webdesigner oder eine Fachperson bei.

Ersetzt die Liste eine Rechtsprüfung?

Nein. Sie zeigt, wo etwas fehlt. Ob ein Text rechtlich genügt, beurteilt eine Fachperson.