Website für eine Garage, auf der man Service, Pneus und Occasionen auf Anhieb findet
Die Website einer Garage muss zeigen, welche Marken Sie warten, wie man einen Termin bekommt und welche Occasionen im Verkauf stehen. Vor dem Räderwechsel zählt ein einfacher Weg zur Terminanfrage mehr als jede aufwendige Startseite.
Wer zur Garage will, sucht zuerst einen Termin
Die Warnleuchte brennt, oder der Service ist fällig. Wer so auf Ihre Seite kommt, will wissen, ob Sie das eigene Fahrzeug warten, wie schnell ein Termin möglich ist und wie es abläuft, wenn man das Auto bringt.
Nennen Sie deshalb die Marken, die Sie betreuen, gleich auf der Startseite. Haben Sie eine Markenvertretung, sagen Sie das, aber nur, wenn ein Vertrag mit dem Hersteller besteht. Haben Sie keine, ist das kein Makel: Schreiben Sie die Marken hin, die Sie tatsächlich warten und reparieren. Herstellerlogos gehören nur mit Erlaubnis des Herstellers auf die Seite.
Für die Leistungen genügt eine einfache Liste mit je einer kurzen Beschreibung, bei den Hauptleistungen mit eigener Seite:
- Service nach Herstellervorgaben
- Reparaturen und Diagnose
- Pneus, Räderwechsel und Einlagerung
- Bremsen, Batterie und Klimaservice
- Vorbereitung auf die Motorfahrzeugkontrolle, wenn Sie das anbieten
- Karosserie- und Unfallreparaturen, wenn Sie diese selbst ausführen oder vermitteln
- Elektro- und Hybridfahrzeuge nur dann, wenn Ihr Team dafür ausgebildet ist
Zusatzleistungen wie Hol- und Bringdienst oder Ersatzfahrzeug nennen Sie nur, wenn es sie wirklich gibt, und mit den Bedingungen.
Räderwechsel und andere Spitzen im Jahr
Zweimal im Jahr klingelt das Telefon häufiger, weil Sommer- und Winterpneus gewechselt werden. Eine Website kann das Telefon entlasten, wenn sie die Fragen schon beantwortet (Dauer des Wechsels, Termin nötig oder nicht, Einlagerung der Räder) und die Anfrage so aufnimmt, dass Sie nicht zurückfragen müssen.
So bauen Sie den Ablauf auf:
- Ein Block «Räderwechsel» auf der Startseite, den Sie zu Beginn der Saison einschalten und danach wieder wegnehmen.
- Eine Anfrage mit Auswahlfeldern: Wechsel der Räder, Wechsel mit Einlagerung oder neue Pneus. Dazu Marke, Modell und Jahrgang des Fahrzeugs und die gewünschte Woche.
- Eine Bestätigung per E-Mail oder Telefon mit festem Termin und dem, was mitzubringen ist.
- Eine kurze Fragenliste auf der Seite zu Dauer, Wartezeit ohne Termin und Einlagerung, damit nicht jeder dasselbe anrufen muss.
Ob eine echte Online-Buchung mit freien Zeitfenstern nötig ist, hängt davon ab, wie Sie Ihre Werkstatt planen. Eine Terminanfrage mit Rückmeldung ist einfacher zu betreiben und lässt Ihnen die Kontrolle über die Auslastung. Eine Buchungsfunktion erhöht den Aufwand und damit die Kosten der Website.
Dieselbe Logik gilt für andere Spitzen, etwa vor den Sommerferien, wenn Sie einen Check vor langen Fahrten anbieten: ein Block, der nur in der Saison sichtbar ist, und ein Formular dazu.
Occasionen ehrlich und aktuell zeigen
Eine Occasionen-Seite lebt von Details und davon, dass sie stimmt. Für jedes Fahrzeug gehören dazu:
- Marke, Modell, Variante, Treibstoff, Getriebe und Leistung
- Jahrgang beziehungsweise Datum der ersten Inverkehrsetzung und Kilometerstand
- Stand der Motorfahrzeugkontrolle und letzter Service, soweit dokumentiert
- Zustand, auch Mängel und Gebrauchsspuren offen genannt
- Angabe des Preises, mit dem Hinweis, was darin enthalten ist
- Fotos von allen Seiten, vom Innenraum und vom Kilometerzähler, bei Tageslicht und immer in derselben Reihenfolge
- Ansprechperson mit Telefonnummer und ein Knopf für die Anfrage zur Probefahrt
Falsche oder irreführende Angaben in Inseraten sind nach dem Lauterkeitsrecht (UWG) ein Problem. Das gilt für den Kilometerstand ebenso wie für Aussagen zur Unfallfreiheit. Schreiben Sie nur, was Sie mit Unterlagen belegen können. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Der zweite Punkt ist die Aktualität. Nichts verärgert Interessenten mehr als ein Fahrzeug, das schon verkauft ist. Legen Sie fest, wer ein verkauftes Auto am selben Tag entfernt oder als «verkauft» markiert. Inserieren Sie zusätzlich auf Fahrzeugportalen, prüfen Sie, ob sich die Liste mit Ihrer Website abgleichen lässt, damit niemand zwei Listen pflegen muss. Das beeinflusst den Aufwand der Seite, klären Sie es also vor dem Bau. Wie eine Seite aktuell bleibt, steht im Beitrag Website-Pflege.
Eigene Fotos sind besser als Herstellerbilder: Man will das echte Fahrzeug sehen, und die Rechte sind geklärt. Hinweise zu Licht und Aufbau finden Sie im Beitrag Fotos für die Firmenwebsite.
In der Umgebung gefunden werden
Wer «Garage» und den Ortsnamen sucht, sieht zuerst Einträge mit Karte. Pflegen Sie deshalb das Google-Unternehmensprofil: Hauptkategorie, Leistungen, Öffnungszeiten (auch die Annahmezeiten für Fahrzeuge), Fotos der Werkstatt und ein Link auf die Terminanfrage. Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf der Website, im Profil und in Verzeichnissen Zeichen für Zeichen gleich geschrieben sein. Zum saisonalen Block auf der Website passt ein Beitrag im Profil. Wie lokale Suche in der Deutschschweiz funktioniert, erklärt der Beitrag Lokale SEO in der Deutschschweiz.
Bitten Sie alle Kundinnen und Kunden um eine Bewertung, auch jene, bei denen es einmal gehakt hat. Antworten Sie auf Kritik sachlich und mit einem konkreten Angebot, zum Beispiel einem Rückruf. Gekaufte oder gefilterte Bewertungen sind keine Option, und welchen Platz Ihr Betrieb in den Suchergebnissen erreicht, lässt sich nicht garantieren.
Termine, Pneus und Occasionen prüfen lassen
Der kostenlose Website-Check zeigt, wo Ihre jetzige Seite bei Terminanfrage, Leistungen und Auffindbarkeit steht. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
Häufige Fragen
Darf ich die Logos der Hersteller auf meiner Seite zeigen?
Nur mit Erlaubnis des Herstellers. Haben Sie eine Markenvertretung, regelt der Vertrag, was erlaubt ist. Ohne Vertretung nennen Sie die Marke im Text und verzichten auf das Logo und auf Wendungen wie «offizieller Partner».
Reicht ein Formular, oder brauche ich eine Online-Terminbuchung?
Für viele Werkstätten genügt eine Anfrage mit Rückmeldung. Eine Buchung mit festen Zeitfenstern lohnt sich, wenn Sie Ihre Auslastung bereits in einem Programm führen. Sie erhöht den Aufwand und damit die Kosten der Website.
Lohnt sich eine eigene Occasionen-Liste, wenn ich auf Fahrzeugportalen inseriere?
Portale bringen Reichweite, Ihre Seite zeigt, wer Sie sind und wie Sie arbeiten. Beide Listen müssen übereinstimmen, sonst entsteht Misstrauen. Wichtig ist, dass jemand die Liste täglich pflegt.