Die Website für Ihr kleines Hotel oder Ihre Ferienwohnung, damit Gäste direkt bei Ihnen buchen
Für ein kleines Hotel oder eine Ferienwohnung ersetzt die eigene Website die Buchungsportale nicht, gibt Gästen aber einen Ort, an dem sie direkt anfragen oder buchen. Dazu braucht sie eine Seite je Zimmer und einen klaren Buchungsweg.
Eigene Website neben den Buchungsportalen
Auf einem Buchungsportal steht Ihr Haus neben vielen anderen, und Gäste vergleichen. Das Portal bringt Reichweite, verlangt dafür in der Regel eine Vermittlungsprovision, und die Gestaltung bestimmt der Anbieter. Ihre Website gehört Ihnen. Hier sehen Gäste nur Ihr Haus, Ihre Bilder und Ihre Geschichte, und die Anfrage kommt ohne Vermittler direkt bei Ihnen an.
Wer Ihr Haus von einer Empfehlung kennt, gibt vermutlich Ihren Namen bei Google ein. Ist die eigene Seite dann dünn oder veraltet, landet der Gast wieder auf dem Portal. Das ist kein Grund, die Portale zu verlassen, beide Wege lassen sich nebeneinander betreiben. Die Website sorgt dafür, dass der direkte Weg zu Ihnen sichtbar ist.
Wenn Sie Direktbuchern etwas bieten, zum Beispiel flexible Anreisezeiten oder ein Willkommensgetränk, nennen Sie es auf der Seite. Aber nur, was Sie tatsächlich halten.
Eine Seite pro Zimmer oder Wohnung
Jedes Zimmer und jede Wohnung bekommt eine eigene Seite. Gäste suchen zum Beispiel nach einer Ferienwohnung für vier Personen im Berner Oberland und finden eher eine Seite, die genau das beschreibt, als eine Sammelseite mit allem. Auf einer eigenen Seite lassen sich zudem Bilder und Angaben sauber trennen.
Checkliste für eine Zimmer- oder Wohnungsseite:
- Name der Einheit und ein Satz zu ihrem Charakter.
- Bilder aus mehreren Blickwinkeln, auch von Bad, Küche und Ausblick.
- Betten, Personenzahl und Grösse.
- Ausstattung als Liste: Balkon, Küche, WLAN, Haustiere ja oder nein.
- Was nicht dabei ist, etwa Lift oder eigener Parkplatz. Ehrliche Angaben ersparen Enttäuschungen und schlechte Bewertungen.
- Hinweis zu Nebenkosten wie Endreinigung, Kurtaxe oder Bettwäsche. Nennen Sie Beträge nur, wenn Sie sie an genau einer Stelle pflegen.
Die Bilder sollten zeigen, was Gäste vorfinden. Ein Weitwinkel, das jedes Zimmer grösser wirken lässt, rächt sich bei der Anreise. Hinweise zu guten Aufnahmen stehen im Beitrag über Fotos für die Firmenwebsite.
Direktbuchung: Anfrage, Kalender oder Buchungssystem
Es gibt drei Stufen, vom einfachen zum aufwendigen.
Anfrageformular. Gäste nennen Anreise, Abreise, Personenzahl und Wünsche, Sie antworten per Mail oder Telefon. Das ist einfach, persönlich und für Häuser mit wenigen Einheiten oft ausreichend. Es verlangt, dass jemand zügig antwortet. Nennen Sie eine Antwortzeit nur, wenn Sie sie halten.
Belegungskalender. Die Seite zeigt, welche Daten frei sind, und Gäste fragen dazu an. Der Kalender muss mit Ihren anderen Kanälen abgeglichen sein, sonst gibt es Doppelbuchungen. Portale und Verwaltungsprogramme können Kalender über das Format iCal austauschen.
Buchungssystem mit Zahlung. Gäste buchen und bezahlen selbst, die Bestätigung kommt automatisch. Das verursacht laufende Kosten, muss mit den Portalen zusammenspielen und legt Gästedaten bei einem Dritten ab, was in die Datenschutzerklärung gehört. Solche Funktionen verändern die Offerte deutlich.
Für die Wahl genügen wenige Fragen: Wie viele Einheiten vermieten Sie? Wie viele Anfragen kommen pro Woche? Wer antwortet, auch am Wochenende? Läuft der Betrieb ganzjährig oder saisonal? Bei einer einzelnen Ferienwohnung reicht oft ein Formular mit Kalender. Das grösste Risiko ist die Doppelbuchung, klären Sie deshalb den Kalenderabgleich zuerst.
So sollte eine Direktanfrage ablaufen:
- Die Anfrage trifft ein und wird automatisch bestätigt.
- Sie prüfen den Kalender.
- Sie antworten mit Angebot und Zahlungsweg.
- Nach der Bestätigung tragen Sie die Buchung in allen Kanälen ein.
- Kurz vor dem Aufenthalt gehen die Anreiseinformationen raus.
Die Region gehört auf die Seite
Gäste buchen einen Ort, das Zimmer ist ein Teil davon. Wanderwege, Seen, Skigebiete, Märkte, Museen: Was in der Gegend liegt, gehört auf die Seite, je nach Lage und Jahreszeit. Persönliche Tipps wiegen mehr als Prospekttexte, etwa Ihr liebster Rundweg oder das Lokal, in das Sie selbst gehen.
Nennen Sie Entfernungen und Schwierigkeitsgrade ehrlich. Für Gäste ohne Auto zählt die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr: Haltestelle, Fussweg, Gepäck. Gäste suchen häufig mit einem Ortsnamen. Darum stehen Ortsname und Region in Überschriften und Texten, auch ausserhalb der Adresszeile. Mehr dazu im Beitrag Bei Google gefunden werden.
Mehrsprachigkeit: lieber wenige Sprachen, dafür vollständig
Welche Sprachen Ihre Website braucht, verrät Ihr Gästebuch: Woher kommen die Gäste, in welcher Sprache schreiben sie? Meist reichen Deutsch und Englisch, dazu eine weitere Sprache, wenn ein klarer Teil der Gäste sie braucht. Eine Sprache, die vollständig und sorgfältig übersetzt ist, wirkt besser als vier halbe.
Worauf es ankommt:
- Jede Sprache hat eigene Adressen und ist vollständig übersetzt, auch die Unterseiten.
- Der Sprachwechsel ist auf jeder Seite sichtbar.
- Eine Person, die die Sprache beherrscht, liest die Texte. Eine Maschinenübersetzung ist ein Entwurf.
- Suchmaschinen erkennen die Sprachfassungen, wenn sie technisch sauber verknüpft sind.
- Es ist geklärt, wer bei einer Änderung alle Fassungen anpasst.
Jede zusätzliche Sprache bedeutet mehr Texte und mehr Pflege und beeinflusst deshalb die Offerte.
Der nächste Schritt
Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine eigene Website, wenn ich schon auf Buchungsportalen bin?
Sie ist die Stelle, an der Gäste Ihr Haus ohne Vergleich sehen und direkt anfragen können. Zusagen für eine bestimmte Zahl an Buchungen gibt es nicht, aber ohne eigene Seite fehlt der direkte Weg ganz.
Brauche ich ein Buchungssystem?
Nicht zwingend. Bei wenigen Einheiten genügen oft ein Anfrageformular und ein Belegungskalender. Ein System mit Zahlung lohnt sich, wenn so viele Buchungen eingehen, dass niemand sie von Hand bearbeiten kann.
Wie viele Sprachen braucht meine Website?
So viele, wie Ihre Gäste tatsächlich nutzen und Sie sorgfältig pflegen können. Starten Sie mit zwei und ergänzen Sie, wenn Anfragen in einer weiteren Sprache eintreffen.
Muss ich bei Gästedaten etwas beachten?
Ja, Namen, Mailadressen und Reisedaten sind Personendaten. Die Datenschutzerklärung sollte nennen, was Sie speichern und wer Zugriff hat, auch ein Buchungstool. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.