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Wie die Website Ihres Cafés oder Ihrer Bar Stimmung und Programm zeigt

Eine gute Café- oder Bar-Website zeigt gleich zu Beginn, wie es bei Ihnen aussieht und was als Nächstes läuft. Instagram darf dazugehören, aber nicht ungefragt.

Branchen · 5 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Zwei Tageszeiten, zwei Erwartungen

Ein Café wird morgens und nachmittags besucht: für Kaffee, Kuchen, ein Frühstück oder eine ruhige Stunde mit dem Laptop. Eine Bar lebt am Abend, mit Getränken, Musik und Platz für Gruppen. Manche Häuser sind beides, und die Website muss dann beide Gäste gleichzeitig abholen.

Das gelingt mit einer klaren Zweiteilung auf der Startseite: ein Bild und ein Satz für den Tag, ein Bild und ein Satz für den Abend. Darunter stehen die Öffnungszeiten, getrennt nach Tages- und Abendbetrieb, und ein Hinweis auf das nächste Event. Wer nur ein Café führt, spart sich die zweite Hälfte und zeigt mehr von dem, was den Ort ausmacht: die Bohnen, den Kuchen, den Platz am Fenster.

Stimmung zeigen, ohne zu übertreiben

Atmosphäre lässt sich schlecht beschreiben, man muss sie zeigen. Ein grosses Bild des Raums oben auf der Startseite sagt mehr als ein Absatz über «gemütliche Stimmung». Gut funktionieren Aufnahmen bei Tageslicht und am Abend, dazu Details wie die Theke, das Licht, die Tassen und die Kuchenvitrine. Menschen im Bild nur mit Einwilligung.

Beim Text hilft ein einfacher Test: Würden Sie den Satz am Tresen so sagen? Wenn nicht, streichen Sie ihn. Ein Satz zur Geschichte des Ortes, die Namen der Betreibenden und eine Zeile dazu, was bei Ihnen anders ist, genügen als Einstieg.

Die Getränkekarte gehört als Text auf die Seite. Ordnen Sie sie nach Kaffee, Tee, Kaltgetränken, Alkoholischem und Gebäck. Pflanzendrinks, alkoholfreie Drinks oder glutenfreies Gebäck nennen Sie nur, wenn sie dauerhaft im Angebot sind.

Musik und Videos bremsen die Ladezeit und überraschen Besucher. Setzen Sie ein Video ein, dann kurz, ohne Ton und mit einem Standbild als Ersatz.

Events und Programm als gepflegter Kalender

Ein Event-Kalender zieht Gäste an, solange er stimmt. Ein Programm von vor drei Monaten lässt Besucher zweifeln, ob der Laden noch offen ist. Planen Sie die Pflege deshalb von Anfang an mit.

Ein Eintrag braucht wenige Angaben: Titel, Datum, Beginn, ein Satz zum Abend, ob Eintritt anfällt und ob reserviert werden sollte. Wiederkehrende Anlässe wie Quizabend, Live-Musik oder Spieleabend bekommen eine eigene kurze Seite und erscheinen zusätzlich im Kalender. Privatanlässe und Raummiete laufen über ein Anfrageformular mit Datum, Personenzahl und Art des Anlasses.

Ein einfacher Monatsablauf:

  1. Das Programm intern festlegen, bevor der Monat beginnt.
  2. Die Einträge auf der Website erfassen oder erfassen lassen.
  3. Denselben Text für Instagram und Newsletter verwenden.
  4. Nach dem Event aufräumen: Eintrag entfernen oder ins Archiv schieben.

Wie aufwendig der Kalender wird, hängt davon ab, wer ihn pflegt. Ein Kalender, den Sie selbst bearbeiten können, ist im Aufbau aufwendiger als eine feste Seite, erspart Ihnen aber später das Warten auf Änderungen. Das beeinflusst die Offerte und gehört in das Gespräch vor dem Angebot.

Instagram einbinden, nur mit Einwilligung

Ein Instagram-Feed auf der Startseite wirkt lebendig und hat eine Kehrseite. Beim Laden holt die Seite Inhalte von den Servern des Anbieters, und dabei können Daten der Besucher dorthin fliessen. Sauber gelöst ist das, wenn der Feed erst nach einem Klick oder einer Einwilligung erscheint und die Datenschutzerklärung die Einbindung nennt. Die Abfrage sitzt dabei als kleines Feld an der Stelle des Feeds und nicht als Vollbild-Fenster, das die Seite beim Laden verdeckt. Das neue Datenschutzgesetz verlangt, dass Besucher transparent erfahren, welche Daten an wen gehen. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Mehr zum Thema steht im Beitrag über den Cookie-Banner in der Schweiz.

Es geht auch einfacher: Sie wählen fünf, sechs Bilder selbst aus, legen sie als eigene Dateien auf die Website und setzen einen Link zu Ihrem Profil. So fliessen keine Daten ab, die Seite lädt schneller, und Sie bestimmen, was zu sehen ist.

Checkliste für Instagram auf der Website:

  1. Entscheiden: Einbettung mit Einwilligung oder eigene Bildauswahl mit Link.
  2. Bei der Einbettung den Inhalt erst nach Zustimmung laden.
  3. Die Datenschutzerklärung um die Einbindung ergänzen.
  4. Gäste nur zeigen, wenn sie einverstanden sind.
  5. Fremde Bilder nur mit Erlaubnis übernehmen, siehe Bildrechte auf der Website.
  6. Handyansicht und Ladezeit testen.

Öffnungszeiten, die immer stimmen

Cafés und Bars haben die unregelmässigsten Zeiten: am Wochenende länger, an Feiertagen anders, bei geschlossenen Gesellschaften gar nicht. Wer vor verschlossener Tür steht, hat den Weg umsonst gemacht. Vier Regeln helfen:

  • Die Zeiten stehen auf der Website an einer einzigen Stelle und werden dort gepflegt, nicht in mehreren Texten.
  • Dasselbe gilt für das Google-Unternehmensprofil, wo Sie Sonderzeiten ebenfalls eintragen. Anleitungen finden Sie in der Google-Hilfe.
  • Küche und Bar schliessen oft zu verschiedenen Zeiten. Schreiben Sie beides hin.
  • Wird abends privat gefeiert, steht das als «Geschlossene Gesellschaft» im Kalender, sonst stehen Gäste umsonst vor der Tür.

Telefonnummer und Kartenlink gehören gleich neben die Zeiten. Wer zwischen zwei Terminen noch auf einen Kaffee will, hat selten Zeit, danach zu suchen.

Der nächste Schritt

Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Wenn Sie erst wissen möchten, wie Ihre bestehende Seite dasteht, gibt es den kostenlosen Website-Check. Wer zusätzlich Essen serviert, findet im Beitrag Website für ein Restaurant die passenden Punkte zur Speisekarte und zur Reservation.

Häufige Fragen

Soll ich meinen Instagram-Feed auf die Startseite einbinden?

Das ist möglich, aber nur sauber mit Einwilligung des Besuchers und einem Eintrag in der Datenschutzerklärung. Wer es einfach halten will, zeigt eine eigene Auswahl an Bildern und verlinkt auf das Profil.

Braucht ein Café eine Reservationsfunktion?

Meist nicht. Ein Café lebt von spontanen Besuchen, da genügen eine Telefonnummer und ein Hinweis, ab welcher Gruppengrösse Sie eine Anmeldung wünschen. Eine Bar mit Tischen oder Events profitiert eher von einem kurzen Anfrageformular.

Wie halte ich das Programm aktuell, ohne jede Woche an der Seite zu arbeiten?

Zeigen Sie nur kommende Termine und räumen Sie nach jedem Event auf. Sammeln Sie das Programm einmal im Monat und tragen Sie es in einem Zug ein.