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Website für Gartenbau und Gartenpflege: Projekte zeigen, Pflegeverträge erklären, die Saison nutzen

Gartenbau und Gartenpflege sind zwei verschiedene Geschäfte: Das eine ist ein Projekt mit Planung und Bau, das andere ein Vertrag, der Jahr für Jahr läuft. Die Website braucht für beide eigene Seiten, eigene Bilder und eine eigene Art der Anfrage.

Branchen · 4 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Projekt oder Pflege: zwei Geschäfte, zwei Arten von Anfragen

Gartenbau und Gartenpflege werden oft in einem Atemzug genannt, bedienen aber unterschiedliche Kunden.

Der Projektkunde plant eine Terrasse, einen neuen Garten, eine Böschung oder die Umgebung nach dem Hausbau. Er entscheidet langsam, führt mehrere Gespräche und sucht vor allem Vertrauen in Ihre Planung und Ausführung. Seine Fragen: Was ist möglich? Wie läuft das ab? Was beeinflusst die Kosten?

Der Pflegekunde braucht jemanden, der zuverlässig kommt, für Rasen, Hecken, Beete und Laub. Er wohnt in der Nähe und will klare Leistungen, einen festen Ansprechpartner und einen Rhythmus. Seine Fragen: Wie oft kommen Sie? Was ist enthalten? Was gilt, wenn Sie einmal ausfallen?

Betreuen Sie auch Verwaltungen und Mehrfamilienhäuser oder bieten Sie Winterdienst an, kommt eine dritte Gruppe dazu. Trennen Sie die Bereiche gleich auf der Startseite, etwa mit «Neuer Garten oder Umbau» und «Gartenpflege». Eine Website genügt, zwei getrennte Auftritte sind nicht nötig. Den Grundaufbau eines Betriebs, der beim Kunden vor Ort arbeitet, beschreibt der Beitrag Website für Handwerker.

Projektseiten: von der Skizze bis zum gewachsenen Garten

Ein Garten ist erst fertig, wenn er angewachsen ist, und genau das können Sie zeigen. Jede Projektseite folgt diesem Ablauf:

  1. Ausgangslage: Foto vom Zustand davor, mit einem Satz zu Wunsch und Gelände.
  2. Konzept: Skizze oder Plan, wenn der Kunde zustimmt.
  3. Bau: ein bis zwei Baustellenfotos, die das Handwerk zeigen, etwa Fundamente, Mauern oder Aushub.
  4. Fertig: ein Gesamtbild und zwei, drei Details.
  5. Ein Jahr später: dasselbe Bild nach einer Saison. Es zeigt, dass die Pflanzen angegangen sind.

Statt einer Zahl erklären Sie die Kostentreiber: Fläche, Gelände und Zugang für Maschinen, gewählte Materialien wie Naturstein, Holz oder Beton, Bepflanzung, Technik wie Bewässerung und Beleuchtung, Aushub und Entsorgung. Die Zahl nennen Sie nach der Besichtigung in der verbindlichen Offerte.

Bilder: Gärten fotografieren, wenn nichts blüht

Nicht jedes Projekt wird zur Blütezeit fertig. Sammeln Sie deshalb Bilder über das Jahr:

  • Kehren Sie im Sommer zu Projekten zurück, die im Winter fertig wurden, und fotografieren Sie erneut.
  • Fotografieren Sie früh am Morgen oder spät am Tag, wenn das Licht weich ist. Mittagssonne macht Gärten hart und flach.
  • Nehmen Sie den Garten vom Haus aus auf, so wie ihn der Kunde sieht, und von einem erhöhten Standpunkt.
  • Halten Sie Details fest: Fugen, Kanten, Pflanzungen.
  • Zeigen Sie die Arbeit selbst: das Team, die Maschinen, die Handarbeit.

Achten Sie auf die Privatsphäre. Nachbarhäuser, Autokennzeichen, Hausnummern und Personen gehören nur mit Einverständnis aufs Bild. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Mehr zu Aufnahme und Auswahl im Beitrag Fotos für die Firmenwebsite.

Pflegeverträge verständlich machen

Ein Pflegevertrag läuft über Jahre, deshalb muss die Seite Vertrauen schaffen und Fragen vorwegnehmen. Sie enthält:

  • die Leistungen pro Besuch, etwa Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete jäten, Laub entfernen
  • den Rhythmus, in dem Sie kommen
  • einen kurzen Saisonkalender, der zeigt, was im Frühling, Sommer, Herbst und Winter ansteht
  • die Ansprechperson mit Namen und Foto
  • den Weg zum Vertrag: Besichtigung, Offerte, Start
  • die Regelung bei Ferien und Ausfall, so wie Sie sie tatsächlich handhaben

Das Formular fragt nach Gartengrösse (grob), einem Foto, dem Zugang für Geräte, dem Wunschrhythmus und dem Wunschstart. Die Kosten hängen von Fläche, Zustand, Häufigkeit der Besuche, Zugang und Entsorgung ab. Erklären Sie diese Punkte, die Zahl steht in der Offerte nach der Besichtigung.

Pflegekunden wohnen in der Nähe. Nennen Sie die Gemeinden, in denen Sie regelmässig arbeiten, einmal klar im Text und nicht in einer Ortsliste mit ausgetauschten Namen. Hintergründe im Beitrag Lokale SEO in der Deutschschweiz.

Saison: die Website mit dem Gartenjahr führen

Gartenarbeit folgt dem Jahr, und die Startseite darf das zeigen. Wechseln Sie Titelbild und Hinweis mit der Jahreszeit:

  • Frühling: Neuanlagen und Start der Pflege.
  • Sommer: Pflege und Bewässerung.
  • Herbst: Laub, Rückschnitt, Pflanzungen.
  • Winter: Planung des kommenden Jahres und, falls Sie ihn anbieten, der Winterdienst.

Der Winter eignet sich für Projektplanung, denn wer jetzt plant, kann im Frühling bauen. Ein Hinweis wie «Planungstermine für das kommende Frühjahr sind möglich» (nur, wenn es stimmt) holt Projektkunden ab, bevor die Saison beginnt. Auch hier gilt: Schreiben Sie nur Termine, die Sie halten können. Wenn Titelbild und Hinweis einfach zu ändern sind, kostet das pro Jahreszeit wenige Minuten. Mehr dazu im Beitrag Website pflegen.

Ihre Gartenbau-Website prüfen oder neu aufbauen lassen

Wie gut Ihre Seite Projekte und Pflege trennt, zeigt der kostenlose Website-Check. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Brauche ich für Gartenbau und Gartenpflege zwei Websites?

Nein. Eine Website mit zwei klar getrennten Bereichen genügt. Auf der Startseite wählt der Besucher «Neuer Garten oder Umbau» oder «Gartenpflege», und jeder Bereich hat eigene Seiten, Bilder und ein eigenes Formular.

Wie zeige ich Projekte, wenn der Garten erst im nächsten Sommer schön aussieht?

Zeigen Sie Ausgangslage, Plan und Bau jetzt und ergänzen Sie die Seite später um Bilder nach einer Saison. So sieht der Besucher den ganzen Weg, und die Seite wächst mit dem Garten.

Soll ich Preise für die Gartenpflege angeben?

Das müssen Sie nicht. Die Kosten hängen von Fläche, Zustand, Besuchshäufigkeit und Zugang ab. Legen Sie diese Punkte offen und verweisen Sie auf die Offerte, die Sie nach der Besichtigung erstellen.

Wie viele Gemeinden soll ich als Einzugsgebiet nennen?

Nennen Sie die Gemeinden, in die Sie tatsächlich regelmässig fahren. Eine lange Liste mit Orten, in denen Sie nie arbeiten, schadet der Glaubwürdigkeit, und Pflegekunden erwarten kurze Anfahrtswege.