Die Website Ihres Coiffeur- oder Kosmetiksalons, auf der Termine auch ohne Anruf entstehen
Die Website eines Coiffeur- oder Kosmetiksalons soll den Termin am Handy in wenigen Schritten möglich machen, möglichst ohne Anruf. Team und Bilder zeigen, wem man sich anvertraut.
Was Kundschaft vor dem ersten Termin wissen will
Wer einen neuen Salon sucht, hat meist vier Fragen im Kopf: Wer schneidet mir die Haare? Was kostet das ungefähr? Kann ich online buchen? Fühle ich mich dort wohl? Stammkundschaft will nur schnell einen Termin finden. Die Seite muss beiden dienen. Der Terminknopf ist immer sichtbar, die Tiefe liegt auf den Unterseiten.
Schreiben Sie Leistungen in der Sprache Ihrer Kundschaft: «Schneiden und Föhnen», «Farbe auffrischen», «Brautfrisur». Wer sich spezialisiert hat, etwa auf Locken, Kinderschnitte oder Herrenschnitte mit Rasur, sagt das gleich auf der Startseite. Ergänzen Sie bei Behandlungen die ungefähre Dauer, damit Kundinnen und Kunden ihren Tag planen können.
Online-Termin: Buchungstool oder Anfrage
Für den Terminweg gibt es zwei Wege.
Anfrageformular. Die Kundschaft nennt Leistung, Wunschtag und Telefonnummer, der Salon meldet sich. Das ist einfach und persönlich, kostet aber beide Seiten ein Hin und Her.
Buchungstool. Die Kundschaft sieht freie Zeiten, wählt Leistung und Mitarbeitende und bekommt Bestätigung und Erinnerung. Das funktioniert, wenn der Kalender im Salon laufend gepflegt wird. Es verursacht laufende Gebühren beim Anbieter des Tools, und die Kundendaten liegen bei diesem Anbieter. Eine Online-Terminbuchung zählt zu den Funktionen, die den Umfang einer Website und damit die Offerte verändern.
Damit Online-Termine nicht im Chaos enden, hinterlegen Sie die Dauer jeder Behandlung, denn Färben dauert länger als Schneiden. Planen Sie Pufferzeiten ein und schreiben Sie klar, bis wann man einen Termin absagen kann. Das Telefon bleibt daneben bestehen, die Nummer als antippbarer Link, denn manche rufen weiterhin lieber an.
Vier Fragen für die Entscheidung:
- Wie viele Mitarbeitende haben einen eigenen Kalender?
- Wer pflegt den Kalender, auch bei Ferien und Krankheit?
- Gibt es bereits eine Software, die Ihre Termine verwaltet?
- Wie viele Termine kommen heute am Telefon zustande?
Deuten die Antworten auf einen kleinen Salon mit wenigen Online-Terminen, genügt ein gutes Formular. Wie ein solches Formular aufgebaut sein sollte, steht im Beitrag über Kontaktformulare.
Preise: Ihre eigene Preisliste, aktuell und verständlich
In diesem Beitrag steht bewusst keine Zahl. Preise legen Sie selbst fest, und sie ändern sich. Für die Website gilt: Zeigen Sie die Preisliste, die Ihr Salon selbst führt, und übernehmen Sie keine Angaben von anderen Salons.
- Gliedern Sie nach Bereichen, etwa Damen, Herren, Kinder, Farbe, Pflege und Kosmetik.
- Erklären Sie «ab»-Angaben: Wovon hängt der Endpreis ab, etwa von Haarlänge, Dichte oder Aufwand?
- Schreiben Sie dazu, dass die genaue Beratung im Salon erfolgt.
- Nennen Sie den Stand der Liste.
- Schreiben Sie die Preise als Text auf die Seite und nicht in ein Bild oder einen Flyer-Scan, sonst sind sie am Handy kaum lesbar.
- Entfernen Sie alte Preislisten, auch PDF-Dateien, damit nicht zwei Fassungen im Umlauf sind.
Eine Liste, die stimmt, erspart Rückfragen am Telefon und Missverständnisse an der Kasse.
Das Team zeigen
Kundschaft bucht Menschen. Jede Person im Team bekommt ein Foto, den Vornamen, die Funktion und einen Satz zum Fachgebiet. Ein persönlicher Satz, etwa was jemand am liebsten schneidet, macht das Team greifbar. Fotos und Namen setzen das Einverständnis der Mitarbeitenden voraus. Verlässt jemand den Salon, passen Sie die Seite zeitnah an. Wer Termine nach Person buchen lässt, sollte die Personen auf der Website wiederfinden. Ausbildungen und Auszeichnungen nennen Sie nur, wenn sie zutreffen und sich belegen lassen.
Bei Kosmetik beschreiben Sie Behandlungen so, wie sie ablaufen: Dauer, was die Kundin spürt, was danach zu beachten ist. Versprechen Sie keine Heilung und keine bestimmten Ergebnisse. Gehen Behandlungen in den Bereich der Medizin oder Gesundheit, gelten strengere Werberegeln, und Sie klären die Aussagen vorher mit einer Fachperson ab. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Bilder: Arbeiten zeigen, Menschen fragen
Kundschaft will Ihren Salon sehen. Zeigen Sie Ihre Arbeiten, also Schnitte, Farben und Frisuren, fotografiert mit gleichem Licht und ruhigem Hintergrund, damit die Bilder zusammenpassen. Dazu der Salon selbst mit Eingang, Arbeitsplätzen und Empfang.
Wer auf einem Foto erkennbar ist, muss einverstanden sein. Das gilt für Kundinnen, Models und Mitarbeitende. Halten Sie das schriftlich fest, auch eine Nachricht genügt als Beleg. Bei Vorher-nachher-Bildern ist besondere Sorgfalt nötig. Bilder, die Sie nicht selbst gemacht haben, brauchen eine Lizenz, mehr dazu im Beitrag über Bildrechte auf der Website. Versehen Sie jedes Bild mit einer kurzen Beschreibung, dem Alt-Text, zum Beispiel «Balayage bei langen Haaren». Das hilft Menschen mit Screenreader und der Suche.
Bewertungen verlinken Sie auf Ihr Google-Profil und zeigen sie ungefiltert. Wie Sie Bewertungen auf ehrliche Weise erhalten, steht im Beitrag Google-Bewertungen erhalten.
Der nächste Schritt
Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Möchten Sie zuerst wissen, wie Ihre heutige Seite dasteht, nutzen Sie den kostenlosen Website-Check.
Häufige Fragen
Brauche ich ein Online-Buchungstool?
Nicht in jedem Fall. Ein kleiner Salon mit wenigen Online-Terminen kommt mit einem Anfrageformular und einer antippbaren Telefonnummer aus. Ein Tool lohnt sich, wenn mehrere Mitarbeitende eigene Kalender führen und viele Termine online entstehen sollen.
Darf ich Fotos meiner Kundschaft zeigen?
Nur mit deren Einverständnis. Wer erkennbar abgebildet ist, muss zustimmen, und Sie sollten das festhalten. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Sollen die Preise auf die Website?
In der Regel ja, in Form Ihrer eigenen Preisliste, die aktuell bleibt. Erklären Sie «ab»-Angaben und nennen Sie den Stand der Liste, dann bleiben Rückfragen aus.
Wie beschreibe ich Kosmetikbehandlungen richtig?
Sagen Sie, wie die Behandlung abläuft, wie lange sie dauert und was zu beachten ist. Verzichten Sie auf Heilversprechen und auf Zusagen zum Ergebnis.