Eine Webagentur in St. Gallen finden, die zu Ihrem Betrieb passt
Das Einzugsgebiet eines Ostschweizer Betriebs endet selten am Kantonsrand. Wer in St. Gallen, im Thurgau und in Appenzell arbeitet, muss das auf der Website auch so sagen.
Ein Markt, der über die Kantonsgrenzen geht
Ein Betrieb in St. Gallen bedient oft Kundschaft im Thurgau, in beiden Appenzell, im Rheintal und bis ins Vorarlberg. Für die Website heisst das: Das Einzugsgebiet gehört sichtbar auf die Seite, und zwar mit Ortsnamen. «Ostschweiz» liest niemand als «bei mir in Gossau».
Wer über die Grenze nach Österreich oder nach Liechtenstein arbeitet, nennt das ebenfalls, samt Angaben zu Anfahrt und Abrechnung. Das sind zwei Sätze, und sie ersparen Ihnen Telefonate, die zu nichts führen.
Was Ostschweizer Betriebe von ihrer Website erwarten
Die Erwartung ist ausgesprochen nüchtern: Was machen Sie, für wen, wo, und wie erreicht man Sie. Werbesprache fällt hier schneller auf als anderswo und wirkt gegen Sie. Konkrete Angaben, Bilder aus dem Betrieb und eine Ansprechperson mit Namen wiegen mehr als jede Gestaltung.
Das gilt auch für die Offerte an die Agentur: Wer Ihnen eine «digitale Markenerlebniswelt» verkaufen will, hat nicht verstanden, wofür Sie bezahlen.
Industrie, Gewerbe und Bildung nebeneinander
In und um St. Gallen stehen Industrie- und Zulieferbetriebe neben klassischem Gewerbe, dazu kommt ein starker Bildungs- und Dienstleistungssektor rund um die Universität. Diese Betriebe verkaufen an sehr unterschiedliche Kundschaft, und das zeigt sich auf der Website:
- Zulieferer und Industrie brauchen Belege: Verfahren, Toleranzen, Zertifikate, Referenzbranchen, Ansprechpersonen. Keine Preisliste, aber eine klare Anfragestrecke mit den Angaben, die Sie für eine Offerte brauchen.
- Gewerbe und Handwerk brauchen Nähe und Erreichbarkeit: Gemeinden, Notfalldienst, Reaktionszeit, Bilder von Arbeiten.
- Dienstleister und Bildung brauchen Klarheit über das Angebot und einen Weg zur Anfrage, der nicht nach Verkaufsgespräch aussieht.
Fragen Sie eine Agentur, für welche dieser Gruppen sie schon gearbeitet hat, und lassen Sie sich erklären, was daran anders war.
Die Auswahl in vier Schritten
- Vorhaben festhalten: Umfang, Zeitrahmen, Budgetrahmen, Entscheidungsweg, was Ihnen am wichtigsten ist, und ob Texte und Fotos vorhanden sind.
- Zwei bis drei Agenturen mit derselben Aufgabe anfragen. Gleicher Text an alle.
- Im Gespräch nach einem vergleichbaren Projekt fragen und danach, was dabei schwierig war. Die Antwort auf die zweite Frage sagt mehr als die auf die erste.
- Offerten Position für Position vergleichen, siehe Offerte einer Webagentur prüfen.
Sichtbarkeit in einer Region mit vielen Gemeinden
Die Ostschweiz besteht aus vielen kleinen Gemeinden, und genau darin liegt die Chance: Wer die Orte nennt, in denen er wirklich arbeitet, wird dort gefunden, wo grössere Anbieter zu unspezifisch bleiben. Das Google-Unternehmensprofil ist dafür der kürzeste Hebel, deutlich kürzer als jede Umgestaltung. Die Schritte stehen im Beitrag Google-Unternehmensprofil einrichten, die Grundlagen im Beitrag Lokale SEO in der Deutschschweiz.
Wichtig dabei: Erfinden Sie keine Standorte. Eine Adresse, an der niemand arbeitet, fällt auf und schadet mehr, als sie bringt.
Tradition gehört auf die Seite, aber als Beleg
Viele Betriebe in der Ostschweiz bestehen seit Generationen, und das ist ein echtes Argument. Es wirkt aber nur, wenn es konkret wird. «Seit 1964 in Familienbesitz, heute in dritter Generation, 14 Mitarbeitende» sagt etwas. «Traditionsreiches Unternehmen mit langjähriger Erfahrung» sagt nichts und steht so auf tausend Seiten.
Dasselbe gilt für Auszeichnungen und Mitgliedschaften: Nennen Sie, was Sie wirklich haben, und verlinken Sie, wo es überprüfbar ist. Was Sie nicht belegen können, lassen Sie weg. Welche Beweise auf einer Website tragen, steht im Beitrag Vertrauen auf der Website.
Was im Erstgespräch zur Sprache kommen sollte
Drei Fragen, die Sie der Agentur stellen, und drei, die sie Ihnen stellen sollte. Ihre: Für welchen vergleichbaren Betrieb haben Sie zuletzt gearbeitet; wer schreibt die Texte; was passiert nach dem Start. Ihre Gegenfragen sollten sein: Woher kommen Ihre Anfragen heute; was soll jemand auf der Seite tun; was haben Sie schon, das bleiben kann.
Kommen von beiden Seiten je drei brauchbare Fragen, haben Sie nach zwanzig Minuten mehr Klarheit als nach drei Angeboten.
Eine Agentur aus der Region finden, ohne selbst zu suchen
Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt, auch nach Region. Sie beschreiben Ihr Vorhaben in sechs Fragen, wir wählen aus und sagen Ihnen, welche Agentur es bekommt und warum. Passt keine, sagen wir das und geben nichts weiter. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben.
Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
Häufige Fragen
Muss die Agentur in St. Gallen sitzen?
Nein. Eine Agentur in Wil, Rorschach oder im Thurgau ist für die meisten Betriebe gleich nah. Entscheidend ist, ob Besuche und Fototermine vereinbart sind, nicht die Postleitzahl.
Wie nenne ich mein Einzugsgebiet, ohne eine lange Liste zu schreiben?
Nennen Sie die fünf bis acht Orte, aus denen Ihre Anfragen tatsächlich kommen, und schreiben Sie dazu, wie weit Sie sonst fahren. Das ist ehrlicher als eine Liste mit vierzig Gemeinden und wirkt auch so.
Lohnt sich eine Seite für Kundschaft aus Österreich?
Nur wenn Sie dort wirklich arbeiten wollen. Dann gehören Angaben zu Anfahrt, Abrechnung und Erreichbarkeit dazu, sonst entstehen Anfragen, die Sie ablehnen müssen.