Eine Webagentur in Basel finden, die zu Ihrem Betrieb passt
Basel ist nah an Deutschland und Frankreich, und das verändert die Anforderungen an eine Website mehr als die Kantonsgrenze. Wer Kundschaft über die Grenze hat, muss das von Anfang an sagen.
Was das Dreiländereck für Ihre Website bedeutet
Viele Betriebe in Basel-Stadt und Baselland arbeiten mit Kundschaft, Mitarbeitenden oder Lieferanten aus Deutschland und Frankreich. Für die Website hat das konkrete Folgen:
- Telefonnummern im internationalen Format. Wer aus Lörrach anruft, braucht die Nummer mit Landesvorwahl, nicht die Schreibweise für Inlandanrufe.
- Anfahrt und Zoll. Wenn Sie über die Grenze liefern oder montieren, ist das eine eigene Angabe auf der Seite, nicht eine Fussnote im Kontaktformular.
- Sprache: Deutsch genügt für die Nachbarschaft im Norden. Für das Elsass braucht es Französisch, und zwar echte Texte, nicht eine Übersetzungsschaltfläche.
- Preisangaben: Wenn Sie auch in Euro fakturieren, gehört die Information auf die Seite, bevor jemand anfragt.
Sagen Sie der Agentur gleich zu Beginn, ob Kundschaft über die Grenze dazugehört. Dieser eine Satz verändert Umfang, Aufwand und Pflege.
Der regionale Markt
Rund um Pharma, Chemie und Logistik ist in der Region eine Zulieferer- und Dienstleisterlandschaft gewachsen. Viele dieser Betriebe verkaufen nicht an Private, sondern an Firmen, und dafür gelten andere Regeln: Die Website muss belegen, dass man liefern kann, nicht gefallen. Zertifikate, Verfahren, Referenzbranchen und Ansprechpersonen zählen mehr als Bildsprache.
Daneben steht ein klassisches Stadtgewerbe mit Laufkundschaft, für das genau das Gegenteil gilt: Öffnungszeiten, Anfahrt, Bilder vom Geschäft und ein Google-Profil, das stimmt.
Fragen Sie Agenturen darum nicht «machen Sie Websites», sondern «haben Sie für Betriebe wie uns gearbeitet, und was war daran schwierig».
Die Auswahl in vier Schritten
- Vorhaben festhalten, mit Sprachen, Grenzkundschaft und Zielgruppe (Private oder Firmen).
- Zwei bis drei Agenturen mit derselben Aufgabe anfragen.
- Nach einem vergleichbaren Projekt fragen und danach, wer die Texte geschrieben hat.
- Offerten Position für Position vergleichen, siehe Offerte einer Webagentur prüfen.
Was Sie unabhängig von der Agentur klären
Domain, Hosting und Zugänge laufen auf Ihren Namen. Bei Betrieben mit Sitz in zwei Ländern ist das besonders wichtig, weil sonst bei einem Wechsel niemand mehr sagen kann, wem was gehört. Was in einen Vertrag gehört, steht im Beitrag Website-Relaunch Checkliste.
Dazu: Wenn Sie Kundendaten aus der EU verarbeiten, gilt neben dem Schweizer Datenschutzgesetz unter Umständen auch die europäische Verordnung. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Punkt, den Ihre Datenschutzerklärung abbilden muss. Grundlagen stehen im Beitrag Datenschutzerklärung nach nDSG. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Wenn Sie Personal suchen
In der Region Basel ist die Website für viele Betriebe weniger ein Verkaufs- als ein Rekrutierungsmittel. Wer Fachkräfte aus Südbaden oder dem Elsass anspricht, wird auf der Website geprüft, bevor jemand eine Bewerbung schreibt.
Dafür braucht es wenig, aber das Wenige muss stimmen: eine Seite mit offenen Stellen, die aktuell ist, Angaben zu Arbeitsort und Arbeitszeiten, eine Ansprechperson mit Namen, und ein Weg zur Bewerbung, der auf dem Handy funktioniert. Dazu Hinweise, die Grenzgänger wirklich suchen: Bewilligung, Anfahrt, Parkplatz, Arbeitsbeginn.
Eine Stellenseite, die seit zwei Jahren «Wir suchen laufend Verstärkung» sagt, erreicht das Gegenteil. Entweder sie wird gepflegt, oder sie kommt weg.
Zwei Sprachen, zwei Pflegeaufwände
Wer sich für Deutsch und Französisch entscheidet, entscheidet sich für doppelte Pflege. Das ist machbar, aber es gehört budgetiert, nicht gehofft. Drei Möglichkeiten, die sich in der Praxis bewähren:
- Vollständig zweisprachig, wenn die französischsprachige Kundschaft einen wesentlichen Teil ausmacht.
- Tragende Seiten zweisprachig, der Rest auf Deutsch. Für viele Betriebe der vernünftige Mittelweg: Startseite, Leistungen, Kontakt.
- Einsprachig mit klarem Hinweis, dass Anfragen auf Französisch beantwortet werden. Ehrlicher als eine Fassung, die niemand aktuell hält.
Welche der drei zu Ihnen passt, entscheiden Sie an Ihren Anfragen der letzten zwölf Monate, nicht am Gefühl.
Woran Sie merken, dass die Agentur die Region versteht
Es ist ein einziger Satz im Erstgespräch: die Frage, wo Ihre Kundschaft herkommt. Wer in dieser Region nicht nach der Grenze fragt, arbeitet mit der Annahme, dass alles in der Schweiz bleibt, und plant Telefonformate, Sprachen, Lieferangaben und Datenschutz entsprechend falsch.
Umgekehrt ist es kein Ausschlussgrund, wenn eine Agentur noch nie ein grenzüberschreitendes Projekt gemacht hat, solange sie es sagt und die offenen Punkte benennt. Was Sie nicht brauchen, ist ein Nicken ohne Rückfrage.
Eine Agentur aus der Region finden, ohne selbst zu suchen
Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt, auch nach Region. Sie beschreiben Ihr Vorhaben in sechs Fragen, wir wählen aus und sagen Ihnen, welche Agentur es bekommt und warum. Passt keine, sagen wir das und geben nichts weiter. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben.
Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
Häufige Fragen
Braucht meine Website eine französische Fassung?
Wenn Sie Kundschaft im Elsass bedienen oder dort werben: ja. Für Kundschaft aus Südbaden genügt Deutsch. Eine Fassung, die niemand pflegt, schadet mehr, als sie nützt.
Soll ich Preise in Euro angeben?
Nur wenn Sie wirklich in Euro fakturieren. Sonst entstehen Erwartungen, die Sie nachher korrigieren müssen, und das kostet im Gespräch mehr Zeit, als es gebracht hat.
Wie finde ich heraus, ob eine Agentur Erfahrung mit Firmenkunden hat?
Fragen Sie nach einem Projekt, bei dem der Kunde selbst Firmen beliefert, und danach, wie die Anfragen dort ankommen. Die Antwort zeigt in zwei Minuten, ob jemand den Unterschied kennt.