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Eine Webagentur in Bern finden, die zu Ihrem Betrieb passt

Der Kanton Bern reicht vom Oberland über die Hauptstadt bis ins zweisprachige Seeland. Was Ihre Website leisten muss, hängt stärker davon ab, wo Sie arbeiten, als die meisten erwarten.

Regionen · 4 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Ein Kanton, drei sehr verschiedene Märkte

Ein Gastbetrieb in Grindelwald lebt von Gästen, die ihn nicht kennen und auf dem Handy suchen. Ein Treuhandbüro in der Stadt Bern lebt von Empfehlungen und von Kundschaft, die seinen Namen schon gehört hat. Ein Metallbauer in Lyss arbeitet für Firmen in Biel und muss manchmal auf Französisch antworten können.

Dieselbe Agentur kann alle drei bedienen, aber sie muss vorher wissen, welcher Fall Sie sind. Darum steht die Beschreibung Ihres Vorhabens vor der Suche nach der Agentur.

Zweisprachigkeit ist eine Entscheidung, keine Nebensache

Im Seeland, in Biel und entlang der Sprachgrenze ist Französisch kein Zusatz, sondern Voraussetzung. Das betrifft nicht nur die Übersetzung der Seiten, sondern auch:

  • Formulare und Bestätigungen: Wer auf Französisch anfragt, erwartet die Antwort auf Französisch.
  • Suchbegriffe: Die französischen Begriffe sind andere, nicht die übersetzten deutschen.
  • Pflege: Jede Änderung fällt doppelt an. Das gehört in den Kostenrahmen, bevor der Vertrag steht.

Klären Sie im Erstgespräch, ob die Agentur zweisprachige Projekte schon gemacht hat und wie sie die Pflege regelt. Wer darauf keine klare Antwort hat, ist für ein einsprachiges Projekt trotzdem die richtige Wahl.

Was Berner KMU von ihrer Website brauchen

Verlässlichkeit vor Effekt. Was Sie tun, in welchen Gemeinden Sie arbeiten, wie man Sie erreicht, und zwar ohne Suchen. Für Betriebe mit Saison, vom Tourismus bis zum Gartenbau, kommt dazu: Was gilt jetzt gerade. Eine Seite, auf der die Öffnungszeiten vom letzten Sommer stehen, kostet mehr Vertrauen als eine schlichte Gestaltung.

Für die lokale Sichtbarkeit lohnt sich ein Blick in den Beitrag Lokale SEO in der Deutschschweiz.

Die Auswahl in vier Schritten

  1. Vorhaben aufschreiben, mit Sprachen, Einzugsgebiet und Saison, falls sie eine Rolle spielt.
  2. Zwei bis drei Agenturen mit derselben Aufgabe anfragen.
  3. Nach einem vergleichbaren Projekt fragen, nicht nach der Kundenliste.
  4. Offerten Position für Position vergleichen, wie im Beitrag Offerte einer Webagentur prüfen beschrieben.

Was Nähe in einem grossen Kanton bedeutet

Von Bern nach Interlaken ist es weiter, als die Kantonsgrenze vermuten lässt. Wenn Fotos vor Ort entstehen sollen, planen Sie die Anfahrt mit ein, sie steht in der Offerte oder sie steht später auf der Rechnung. Für alles Übrige genügt heute ein Videogespräch, und die Agentur in der Stadt ist für einen Betrieb im Emmental so gut erreichbar wie eine im Nachbardorf.

Verwaltung, Vereine und öffentliche Auftraggeber

In Bern arbeiten überdurchschnittlich viele Betriebe für die öffentliche Hand, für Verbände und für Vereine. Das verändert zwei Dinge an der Website:

  • Barrierefreiheit wird zum Kriterium. Wer sich um öffentliche Aufträge bewirbt oder mit Verwaltungen zusammenarbeitet, wird früher oder später danach gefragt. Es lohnt sich, das von Beginn weg einzuplanen statt später nachzurüsten. Was dahintersteckt, steht im Beitrag Barrierefreie Website.
  • Nachvollziehbarkeit vor Wirkung. Organigramm, Zuständigkeiten, Dokumente zum Herunterladen, klare Angaben zur Trägerschaft: Was im Gewerbe nebensächlich ist, ist hier die Hauptsache.

Fragen Sie eine Agentur darum konkret, ob sie schon für Auftraggeber dieser Art gearbeitet hat und wie sie Barrierefreiheit prüft. «Wir achten darauf» ist keine Antwort, eine Prüfliste ist eine.

Der Fehler, der im Kanton Bern am meisten kostet

Es ist nicht die falsche Agentur, es ist die vergessene Pflege. Besonders bei Betrieben mit Saison und bei Vereinen übernimmt die Website meist jemand, der sie nebenbei macht. Nach zwei Jahren stehen alte Daten, der letzte Anlass ist von vorgestern, und das Vertrauen ist weg, bevor jemand anruft.

Klären Sie darum vor der Unterschrift: Wer ändert was, wie schnell, und zu welchen Bedingungen. Und halten Sie fest, welche Inhalte Sie selbst ändern können, ohne jemanden anzurufen. Was dazugehört, steht im Beitrag Website-Pflege.

Was Sie vor dem ersten Gespräch beisammenhaben sollten

Eine halbe Stunde Vorbereitung spart zwei Gespräche. Legen Sie bereit: die Gemeinden, in denen Sie arbeiten; die Sprachen, in denen Sie antworten können; drei Beispiele von Anfragen, die Sie gern mehr hätten; und eine Liste der Inhalte, die Sie schon haben. Dazu die Frage, die Sie selbst noch nicht beantworten können, etwa ob eine Terminbuchung sinnvoll ist.

Mit diesen Angaben wird aus dem Erstgespräch eine Arbeitssitzung statt einer Vorstellungsrunde, und die Offerte, die danach kommt, trifft Ihr Vorhaben.

Eine Agentur aus der Region finden, ohne selbst zu suchen

Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt, auch nach Region. Sie beschreiben Ihr Vorhaben in sechs Fragen, wir wählen aus und sagen Ihnen, welche Agentur es bekommt und warum. Passt keine, sagen wir das und geben nichts weiter. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben.

Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Brauche ich eine französische Fassung?

Wenn Sie regelmässig Anfragen auf Französisch bekommen oder im Seeland und um Biel arbeiten: ja. Sonst nicht. Entscheiden Sie es an Ihren Anfragen, und planen Sie den Mehraufwand für die Pflege gleich mit ein.

Lohnt sich eine Agentur in der Stadt für einen Betrieb im Oberland?

Meist ja, solange Fototermine und Treffen geklärt sind. Fragen Sie konkret, wie viele Besuche vorgesehen sind und was zusätzliche kosten.

Wie wichtig ist das Google-Profil im Vergleich zur Website?

Für Betriebe mit Laufkundschaft und für alles mit Öffnungszeiten ist das Profil oft der erste Kontakt. Beides gehört zusammen und muss dieselben Angaben zeigen.