Website für eine Immobilienfirma, der Eigentümer und Suchende vertrauen
Eine Immobilienfirma spricht mit ihrer Website Eigentümer an, die verkaufen oder verwalten lassen möchten, und Suchende, die ein Objekt finden wollen. Beide brauchen aktuelle Objekte, Ansprechpersonen mit Gesicht und einen klaren Weg zur Anfrage.
Drei Besucher, drei Wege
Auf der Startseite einer Immobilienfirma treffen sich Menschen mit ganz verschiedenen Absichten. Die Suchende will wissen, was gerade zu mieten oder zu kaufen ist. Der Eigentümer fragt sich, ob er mit Ihnen verkaufen oder die Verwaltung übergeben soll. Die Mieterin eines Hauses, das Sie bewirtschaften, will eine Störung melden. Wer alle drei im selben Menü unterbringt, verliert mindestens zwei davon.
Sinnvoll ist eine Startseite mit drei klaren Einstiegen: «Objekt suchen», «Verkaufen oder bewerten lassen» und «Mieter und Eigentümer, Meldung und Kontakt». Jeder führt auf eine Seite, die nur diese Gruppe bedient.
Auf der Seite für Mieter und Stockwerkeigentümer ist die Schadenmeldung das Wichtigste: ein kurzes Formular mit Objekt, Art der Störung (Wasser, Heizung, Elektro, Schloss, anderes), Beschreibung und Kontaktdaten. Falls Sie ausserhalb der Bürozeiten eine Notfallnummer haben, gehört sie sichtbar auf die Seite. Fotos aus Wohnungen sind persönliche Daten. Verlangen Sie sie nur, wenn Sie sie wirklich brauchen, und erklären Sie in der Datenschutzerklärung, was damit geschieht.
Objekte so zeigen, dass man ihnen glaubt
Ein Objekteintrag überzeugt durch Vollständigkeit. Dazu gehören:
- Objektart, Ort oder Quartier, Zimmerzahl, Wohn- und Grundstücksfläche, Baujahr, Stockwerk und Bezugstermin
- Ausbau, Heizung, Parkplatz, Keller oder Estrich, wo vorhanden
- Angaben zu den Kosten, soweit sie für den Entscheid nötig sind, mit dem Hinweis, was darin enthalten ist
- Grundrisse und ein Kartenausschnitt
- Fotos in fester Reihenfolge: Aussenansicht, Wohnbereich, Küche, Zimmer, Bad, Umgebung
- eine Ansprechperson mit Foto, Direktnummer und einem Knopf «Besichtigung anfragen»
Ob die genaue Adresse im Inserat erscheint, entscheidet der Eigentümer. Fotos aus bewohnten Objekten brauchen sein Einverständnis, persönliche Gegenstände und Personen bleiben aus dem Bild. Mehr dazu im Beitrag über Bildrechte auf der Website. Falsche Angaben in Inseraten sind ein rechtliches und ein geschäftliches Risiko. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Inserieren Sie zusätzlich auf Immobilienportalen, hat Ihre eigene Seite eine andere Aufgabe: Hier prüfen Eigentümer, wie Sie arbeiten. Sie achten auf die Qualität der Fotos, auf die Sorgfalt der Beschreibungen und darauf, ob die Angebote aktuell sind. Ein vermietetes oder verkauftes Objekt gehört sofort entfernt oder als «vermietet» beziehungsweise «verkauft» markiert. Bei wenigen Objekten braucht es keine Filterfunktion, einfache Kategorien genügen.
Verkaufsbewertung als Anfrage aufbauen
Eine «Sofortbewertung» per Mausklick wirkt bequem, ist aber für ein einzelnes Haus oder eine Wohnung kaum seriös. Lage im Quartier, Zustand, Ausbau und Besonderheiten sieht man nur vor Ort. Besser ist eine Bewertungsanfrage, die ehrlich sagt, was danach passiert.
Der Ablauf, den die Seite beschreiben sollte:
- Der Eigentümer füllt ein kurzes Formular aus: Objektart, Ort, ungefähre Wohnfläche, Baujahr und geplanter Zeitrahmen (in den nächsten Monaten, später, nur zur Information).
- Ihre Firma ruft innerhalb der genannten Frist zurück und klärt Ziele und Zeitplan.
- Es folgt eine Besichtigung vor Ort, denn eine verlässliche Einschätzung braucht sie in der Regel.
- Der Eigentümer erhält eine schriftliche Einschätzung mit Begründung: Lage, Zustand, Vergleichsobjekte.
- Danach entscheidet er in Ruhe, ob und wie das Objekt vermarktet wird.
Schreiben Sie dazu zwei Dinge klar auf die Seite, weil Eigentümer danach fragen: ob die Einschätzung kostenlos ist und ob sie zu nichts verpflichtet. Das ist eine Frage des Vertrauens, nicht der Technik.
Das Formular erfasst Adresse und Eigentumsverhältnisse, also Personendaten. Fragen Sie nur ab, was Sie für die Rückmeldung brauchen, erklären Sie in der Datenschutzerklärung den Zweck, und verzichten Sie auf vorangekreuzte Newsletter-Felder. Wie Formulare gebaut werden, die ausgefüllt werden, steht im Beitrag Kontaktformular optimieren.
Vertrauen und Region verankern
Beim Verkauf oder bei der Übergabe der Verwaltung gibt jemand etwas Grosses aus der Hand. Die Website muss deshalb zeigen, wer dahintersteht:
- Ansprechpersonen mit Foto, Funktion, Direktnummer und Einsatzgebiet
- seit wann es die Firma gibt und wo ihre Schwerpunkte liegen (Verkauf, Vermietung, Bewirtschaftung, Stockwerkeigentum)
- Ausbildungen und Mitgliedschaften in Berufsverbänden, nur wenn sie stimmen und Sie sie belegen können
- Referenzen: verkaufte Objekte nur mit schriftlicher Zustimmung der Eigentümer, sonst anonym beschrieben, etwa als Objektart und Kanton
Zur Region: Nennen Sie das Einsatzgebiet mit den Gemeinden, in denen Sie tatsächlich arbeiten. Eine Seite pro Gemeinde lohnt sich nur, wenn Sie dort etwas Eigenes zu sagen haben, etwa Objekte, Marktkenntnis oder Fotos aus dem Ort. Lässt sich der Ortsname austauschen, ohne dass der Text bricht, bringt die Seite weder Besuchern noch der Suche etwas. Wie lokale Suche in der Deutschschweiz funktioniert, steht im Beitrag Lokale SEO in der Deutschschweiz.
Google-Bewertungen kommen von Eigentümern und von Mietern. Beantworten Sie Kritik sachlich, ohne Einzelfälle öffentlich auszubreiten, und laden Sie zu einem Gespräch ein. Weitere Bausteine für Vertrauen beschreibt der Beitrag Vertrauen auf der Website.
Ihre Seite mit den Augen eines Eigentümers sehen
Der kostenlose Website-Check zeigt, wie Ihre jetzige Seite bei Objekten, Bewertungsanfrage und Auffindbarkeit dasteht. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
Häufige Fragen
Soll ich meine Objekte auf der Website und auf Portalen zeigen?
Beides ist möglich. Die Angaben müssen übereinstimmen, sonst fällt es auf. Legen Sie fest, wer Änderungen an beiden Orten aktualisiert, und markieren Sie vermietete oder verkaufte Objekte sofort.
Darf ich verkaufte Objekte als Referenz mit Fotos zeigen?
Nur mit schriftlicher Zustimmung des Eigentümers, und die Rechte an den Fotos müssen geklärt sein. Ohne Zustimmung beschreiben Sie die Referenz anonym, etwa als Objektart und Kanton.
Brauche ich einen Online-Rechner für den Immobilienwert?
Nicht zwingend. Ein Rechner liefert nur eine grobe Spanne, kann Erwartungen falsch setzen und braucht Pflege. Eine Bewertungsanfrage mit Besichtigung ist ehrlicher und führt zum Gespräch, auf das es ankommt. Ein Rechner wäre eine zusätzliche Funktion und beeinflusst die Kosten der Website.