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Mehr echte Google-Bewertungen erhalten und richtig darauf antworten

Fragen Sie alle Kundinnen und Kunden nach einer Bewertung, am besten direkt nach erledigter Arbeit und mit einem Link, der das Bewertungsfenster öffnet. Bewertungen zu kaufen oder nur bei Zufriedenen einzuholen, verstösst gegen die Regeln von Google.

Lokal gefunden · 4 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Warum Bewertungen zählen

Bewertungen erscheinen direkt im Google-Profil und beeinflussen, wen Interessierte anrufen. Google nennt Anzahl und Qualität der Bewertungen ausdrücklich als Faktor für die lokale Sichtbarkeit. Sie sind ein Baustein von mehreren, mehr dazu in Lokale SEO in der Deutschschweiz. Mindestens so wichtig wie die Sterne ist das Gesamtbild: Wie aktuell sind die Bewertungen, wie konkret sind sie, und wie geht der Betrieb mit Kritik um?

Der faire Weg dauert länger als ein Kauf, hält aber. Bewertungen echter Kundschaft bleiben stehen und überzeugen Menschen, die Sie noch nicht kennen.

So bitten Sie fair um Bewertungen

  1. Profil bereitmachen. Es muss bestätigt sein (siehe Google-Unternehmensprofil einrichten). Im Profil finden Sie den Link zum Bewertungsformular, den Sie weitergeben können.
  2. Den richtigen Moment wählen. Fragen Sie bei der Abnahme der Arbeit, bei der Übergabe oder beim Bezahlen, solange die Erfahrung frisch ist.
  3. Persönlich fragen, dann den Link senden. Ein Satz am Ende des Gesprächs, danach der Link per SMS, WhatsApp oder E-Mail. Als QR-Code lässt er sich auch auf Visitenkarte, Offerte oder Lieferschein drucken.
  4. Alle fragen. Bitten Sie jede Kundin und jeden Kunden um eine Bewertung, auch dann, wenn es nicht rund lief.
  5. Neutral formulieren. Bitten Sie um eine ehrliche Bewertung und nicht um fünf Sterne. Ein Satz, der natürlich klingt: «Wir würden uns über Ihre ehrliche Bewertung bei Google freuen, den Link schicke ich Ihnen gleich.»
  6. Zählen. Halten Sie monatlich Anzahl und Durchschnitt fest. So sehen Sie, ob Ihre Routine trägt.

Wie das im Alltag aussieht, unterscheidet sich je Branche. Ein Handwerksbetrieb fragt bei der Abnahme und schickt den Link noch am selben Abend. Ein Restaurant ergänzt die Dankesmail nach einer Reservation um den Link. Eine Garage schickt ihn am Tag nach der Abholung des Fahrzeugs. Entscheidend ist, dass es jedes Mal gleich abläuft und niemand ausgewählt wird.

Was Google verbietet

Google erlaubt die Bitte um Bewertungen, setzt aber klare Grenzen. Lassen Sie diese Dinge sein:

  • Bewertungen kaufen oder erfinden lassen, auch über Agenturen oder Portale. Google entfernt solche Bewertungen und kann das Profil einschränken oder sperren.
  • Gegenleistungen anbieten, etwa Rabatt, Geschenk oder Verlosung für eine Bewertung.
  • Nur Zufriedene fragen oder unzufriedene Kundschaft auf ein internes Formular umleiten. Diese Auswahl ist unzulässig.
  • Eigene Bewertungen schreiben oder von Mitarbeitenden, Partnern oder Konkurrenz schreiben lassen.
  • Kritik wegmelden, die nur unbequem ist. Melden dürfen Sie Bewertungen, die gegen die Richtlinien verstossen.

Zudem kann das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb eine Rolle spielen, wenn Bewertungen erfunden oder gekauft sind. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Bei Arzt-, Zahnarzt- und Therapiepraxen gelten ausserdem strengere Werberegeln und das Berufsgeheimnis. Machen Sie dort keine Heilversprechen, bestätigen Sie in Antworten nie, wer Patient war, und klären Sie Bewertungsaufrufe vorher mit Ihrem Berufsverband.

Auf Bewertungen antworten

Antworten Sie auf gute und auf schlechte Bewertungen, in der Regel innert weniger Tage. Wer antwortet, zeigt künftiger Kundschaft, wie er mit Menschen umgeht.

Bei einer guten Bewertung genügen zwei, drei Sätze mit persönlichem Bezug. Beispiel: «Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und das Vertrauen. Es freut uns, dass der Umbau wie geplant geklappt hat. Bei Fragen melden Sie sich jederzeit.»

Bei Kritik gehen Sie so vor:

  1. Warten Sie mit der Antwort, bis Ihr Ärger verflogen ist.
  2. Danken Sie für die Rückmeldung und bedauern Sie, was schiefgelaufen ist.
  3. Bleiben Sie sachlich. Streiten Sie nicht und beschönigen Sie nichts.
  4. Nennen Sie keine persönlichen Daten und keine Einzelheiten des Auftrags.
  5. Bieten Sie ein Gespräch an, mit Telefonnummer oder Kontaktweg.

Beispiel: «Vielen Dank für Ihre offene Rückmeldung. Dass der Termin später stattfand als abgemacht, tut uns leid. Wir besprechen das gern persönlich mit Ihnen, Sie erreichen uns unter der Nummer im Profil.»

Ist eine Bewertung offensichtlich falsch, beleidigend oder stammt sie von jemandem, der nie Kunde war, melden Sie sie über das Profil an Google. Google entfernt nur, was gegen die Richtlinien verstösst. Eine unbequeme, aber echte Bewertung bleibt stehen. Sachlich beantwortet, schadet sie oft weniger, als man fürchtet.

Wie Sie Bewertungen auf der Website glaubwürdig zeigen, steht in Vertrauen auf der Website. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Wie es weitergehen kann

Ein gepflegtes Profil und eine Website mit denselben Angaben gehören zusammen. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben.

Häufige Fragen

Darf ich Kundinnen und Kunden um eine Bewertung bitten?

Ja, solange Sie alle fragen, nichts dafür anbieten und keinen Druck machen. Bitten Sie um eine ehrliche Bewertung und nicht um eine bestimmte Sternezahl.

Wie viele Bewertungen brauche ich?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Schauen Sie, wie viele Bewertungen vergleichbare Betriebe in Ihrer Gegend haben, und sorgen Sie für einen regelmässigen Zufluss statt eines einmaligen Schubs. Aktuelle Bewertungen wirken glaubwürdiger als eine Welle von vor Jahren.

Darf ich Bewertungen auf meiner Website zeigen?

Ja, wenn sie echt sind, mit Quelle und ohne Änderung des Wortlauts. Geben Sie den Durchschnitt nur so an, wie er im Profil steht.

Was tun, wenn ich erst wenige Bewertungen habe?

Beginnen Sie mit Ihrer Routine bei den Aufträgen der nächsten Wochen und fragen Sie jeden. Kaufen Sie nichts hinzu, auch nicht zum Start.