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Was kostet eine Website für ein KMU? Kostentreiber und Offerten im Vergleich

Was eine Website kostet, hängt von Umfang, Texten, Funktionen und Pflege ab, und deshalb gibt es keine seriöse Pauschalzahl. Dieser Beitrag zeigt, woraus sich die Kosten zusammensetzen und wie Sie Offerten so vergleichen, dass Sie Gleiches mit Gleichem messen.

Grundlagen · 4 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Warum es keine Pauschalantwort gibt

Auf die Frage «Was kostet eine Website?» passt dieselbe Antwort wie auf «Was kostet ein Umbau?». Es kommt darauf an, was gebaut wird. Auch eine Schreinerei kann Ihnen für ein Möbel erst eine Summe nennen, wenn sie Mass, Holz und Ausführung kennt.

Zahlen, die im Internet kursieren, beschreiben meist ganz verschiedene Leistungen. Hier steht ein Baukasten, den Sie selbst füllen, dort eine Website mit Gestaltung, Texten und Fotos. Wer solche Angaben nebeneinanderlegt, vergleicht Verschiedenes. In diesem Beitrag steht deshalb bewusst keine Zahl. Verbindlich ist die Offerte, die Sie nach einem Gespräch über Ihren Betrieb erhalten.

Zwei Websites können auf den ersten Blick gleich aussehen und doch sehr unterschiedlichen Aufwand bedeuten. Die eine startet mit fertigen Texten und eigenen Fotos, die andere braucht beides von Grund auf und dazu eine Buchungsfunktion. Erst die Anforderungen machen aus einem Wunsch eine kalkulierbare Aufgabe, und deshalb beginnt jede ehrliche Kalkulation mit Fragen an Sie.

Die sechs Kostentreiber

Sechs Punkte bestimmen den Aufwand. Je klarer Sie diese vorab beantworten, desto genauer fällt die Offerte aus.

  • Umfang: Anzahl und Art der Seiten. Ein Onepager ist schneller gebaut als eine Website mit je einer Seite für Leistungen, Team, Referenzen und Aktuelles. Jede Seite braucht Inhalt, Gestaltung und Prüfung. Mehr dazu im Beitrag Onepager oder mehrere Seiten.
  • Texte: Fertige Texte von Ihnen verursachen dem Anbieter wenig Arbeit. Müssen Texte erst entwickelt, gekürzt oder aus Gesprächen formuliert werden, steigt der Aufwand.
  • Bilder: Eigene Fotos sparen Beschaffung, Rechteklärung und Bearbeitung. Ein Fototermin oder lizenzierte Bilder sind ein eigener Posten.
  • Gestaltung: Eine vorbereitete Vorlage mit Ihrem Logo und Ihren Farben bedeutet weniger Arbeit als ein Entwurf, der auf Ihren Betrieb zugeschnitten wird.
  • Funktionen: Ein Kontaktformular ist rasch eingebaut. Terminbuchung, Online-Shop, Kundenbereich, mehrere Sprachen oder Anbindungen an andere Systeme erhöhen Aufwand und Prüfung.
  • Technik und Betrieb: Domain, Hosting, E-Mail, Sicherheitsupdates und Sicherungen. Diese Posten wiederholen sich in der Regel und fallen mehrmals an.

Einmalig und laufend: zwei getrennte Zeilen

Lassen Sie sich in der Offerte einmalige und laufende Kosten getrennt ausweisen. Einmalig sind Konzept, Gestaltung, Aufbau, Texte und Fotos. Laufend sind Domain, Hosting, E-Mail, Updates, Support und Änderungen.

Je nach Lösung verteilen sich die Kosten unterschiedlich. Bei einem Baukasten läuft oft ein Abonnement, bei einer individuell gebauten Seite fällt ein grösserer Teil beim Aufbau an. Rechnen Sie deshalb über mehrere Jahre und nicht bloss bis zur Aufschaltung. Fragen Sie auch nach Vertragsdauer und Kündigung, damit Sie wissen, wie lange Sie gebunden sind.

Offerten vergleichen: Diese Fragen gehören dazu

Legen Sie mehreren Anbietern dasselbe Briefing vor (eine Vorlage bietet die Website-Briefing-Vorlage) und prüfen Sie jede Offerte anhand dieser Liste:

  • Welche Seiten und Funktionen sind genau enthalten, und was ist ausdrücklich nicht enthalten?
  • Wer schreibt die Texte, wer besorgt die Fotos, und mit welchen Nutzungsrechten?
  • Wie viele Korrekturrunden sind enthalten, und wie werden zusätzliche Wünsche verrechnet?
  • Wem gehören Domain, Inhalte und Gestaltung nach Abschluss?
  • Wer macht Updates und Sicherungen, und was davon ist in der Offerte enthalten?
  • Gehören Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls ein Cookie-Hinweis zur Leistung, oder müssen Sie die Texte liefern?
  • Können Sie die Inhalte mitnehmen, wenn Sie den Anbieter wechseln?
  • Ist die Offerte verbindlich, und bis wann gilt sie?

Vorsicht ist angebracht bei Offerten ohne Leistungsbeschreibung, bei mündlichen Zusagen, bei «alles inklusive» ohne Aufzählung und bei Versprechen zu Platzierungen bei Google. Seriös lässt sich keine bestimmte Platzierung zusichern. Lesen Sie die Offerte wie einen Handwerkerauftrag: Was nicht aufgeführt ist, gilt später als Zusatzwunsch. Wer rechtliche Texte nicht selbst liefern kann, sollte klären, wer sie erstellt und aktuell hält. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

So behalten Sie die Kosten im Griff

  • Klein anfangen: Beginnen Sie mit den Seiten, die Anfragen bringen, und ergänzen Sie später.
  • Inhalte liefern, die Sie am besten kennen: Fotos vom eigenen Betrieb und Angaben zu Ihren Leistungen.
  • Eine Ansprechperson, gebündelte Rückmeldungen: Jede zusätzliche Korrekturrunde bedeutet Aufwand.
  • Wünsche sortieren: Trennen Sie «muss», «sollte» und «kann». So lässt sich der Umfang in Etappen planen.
  • Pflege einplanen: Eine gepflegte Seite bleibt aktuell und muss seltener neu gebaut werden. Was dazugehört, steht im Beitrag Website-Pflege.

Statt einer Schätzung ein Angebot der passenden Agentur

Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben.

Wenn Sie zuerst Ihre heutige Seite einschätzen lassen möchten, ist der kostenlose Website-Check der leichtere Einstieg. Weitere Beiträge finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Warum nennen viele Webdesigner keine Preise?

Weil der Umfang den Preis bestimmt und sich erst im Gespräch zeigt, was Sie brauchen. Eine pauschale Zahl wäre entweder zu knapp oder würde Leistungen enthalten, die Sie nicht benötigen. Verlangen Sie stattdessen eine verbindliche Offerte mit Leistungsbeschreibung.

Ist die teurere Offerte automatisch die bessere?

Nein. Entscheidend ist, ob die Offerte zu Ihrem Ziel passt und ob Leistungen, Rechte und Betrieb klar geregelt sind. Eine höhere Summe kann mehr Leistung enthalten oder einfach unklarer sein. Lesen Sie die einzelnen Positionen und nehmen Sie die Schlusssumme erst danach in den Blick.

Fallen nach der Aufschaltung weitere Kosten an?

Meistens ja, etwa für Domain, Hosting, E-Mail und die Pflege. Lassen Sie sich diese laufenden Posten getrennt von den einmaligen aufführen, damit Sie über mehrere Jahre rechnen können.

Spare ich mit einem Baukasten?

Das kann sein, hängt aber von Ihrem eigenen Aufwand und Ihren Anforderungen ab. Einen ehrlichen Vergleich finden Sie im Beitrag Baukasten, WordPress oder individuell.