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Eine .ch-Domain registrieren und richtig verwalten

Eine .ch-Domain registrieren Sie über einen Anbieter in wenigen Minuten. Wichtiger als die Gebühr ist, dass Ihre Firma als Inhaberin eingetragen ist und Sie die Zugangsdaten selbst besitzen.

Technik · 5 Min. Lesezeit · Stand 17.10.2026

Domain, Hosting und Website sind drei verschiedene Dinge

Die Domain ist der Name auf dem Türschild, zum Beispiel ihre-firma.ch. Das Hosting ist das Gebäude, in dem die Website liegt (siehe Hosting in der Schweiz). Die Website ist der Inhalt. Alle drei können bei verschiedenen Anbietern liegen, und alle drei lassen sich einzeln wechseln.

Eine Domain kaufen Sie nicht für immer, Sie mieten sie. Sie bezahlen jährlich, bei manchen Anbietern auch für mehrere Jahre im Voraus, für das Recht, den Namen zu nutzen. Das zentrale Verzeichnis aller .ch-Domains führt eine Registerstelle (SWITCH). Bei ihr registrieren Sie nicht direkt, sondern über einen Anbieter, einen sogenannten Registrar. Wer einen freien Namen zuerst registriert, erhält ihn.

Domain registrieren: sechs Schritte

  1. Namen wählen. Der Firmenname oder die Kernleistung mit Ort. Kurz, am Telefon diktierbar, ohne Sonderzeichen und möglichst ohne Bindestrich. Umlaute sind bei .ch möglich, in E-Mail-Adressen aber manchmal eine Fehlerquelle. Prüfen Sie beide Schreibweisen und sichern Sie sich bei Bedarf beide. Der Name darf Rechte anderer nicht verletzen, etwa Markenrechte.
  2. Verfügbarkeit prüfen. Jeder Anbieter hat dafür ein Suchfeld.
  3. Anbieter auswählen. Achten Sie auf ein Kundenkonto auf Ihre Firma, auf Zwei-Faktor-Anmeldung, Support in Ihrer Sprache, klare Verlängerungsbedingungen und darauf, dass der Transfercode für einen Wechsel ohne Hürden herausgegeben wird.
  4. Inhaberdaten eintragen. Hier passieren die folgenreichsten Fehler (nächster Abschnitt).
  5. Zahlung und Verlängerung einrichten. Automatische Verlängerung mit einem Zahlungsmittel, das nicht abläuft. Die Rechnung geht an die Buchhaltung.
  6. Zugang sichern. Zugangsdaten in einen Passwortmanager legen und mindestens einer zweiten Person im Betrieb sagen, wo sie liegen.

Wem gehört die Domain? Der häufigste Fehler

Inhaber der Domain ist, wer im Register steht. Nur diese Person oder Firma darf über die Domain verfügen: übertragen, verlängern, kündigen. Das gilt unabhängig davon, wer die Rechnung bezahlt oder die Website gebaut hat.

Stellen Sie sich eine Gärtnerei im Kanton Bern vor, deren frühere Webagentur die Domain aus Bequemlichkeit auf den eigenen Namen registriert hat. Endet die Zusammenarbeit, hat die Gärtnerei keinen Zugriff auf ihren eigenen Firmennamen im Internet. Sie ist darauf angewiesen, dass die Agentur kooperiert. Das vermeiden Sie von Anfang an:

  • Tragen Sie Ihre Firma als Inhaberin ein, so geschrieben wie im Handelsregister. Bei einer Einzelfirma gehört der Name der Inhaberin oder des Inhabers dazu.
  • Geben Sie für Mitteilungen eine Adresse an, die Sie dauerhaft lesen. Keine Adresse, die auf der Domain selbst liegt: Läuft die Domain ab, funktioniert auch diese Adresse nicht mehr.
  • Das Kundenkonto beim Anbieter läuft auf Ihre Firma. Ihr Webdesigner kann als zusätzlicher Benutzer eingetragen werden.
  • Bei einer bestehenden Domain fragen Sie nach, wer eingetragen ist. Das sehen Sie im Kundenkonto oder in der Abfrage der Registerstelle (nic.ch), sofern der Inhaber dort veröffentlicht ist. Steht dort jemand anderes, verlangen Sie schriftlich die Übertragung.

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.

DNS ohne Fachchinesisch

DNS ist das Telefonbuch des Internets. Es sagt dem Browser, auf welchem Server Ihre Website liegt, und dem Mailsystem, wohin Ihre E-Mails gehören. Sie müssen DNS nicht selbst bedienen, sollten aber wissen, wo die Einstellungen liegen und was die Einträge bedeuten:

  • A-Eintrag: zeigt auf den Server, auf dem Ihre Website liegt.
  • CNAME: leitet einen Namen auf einen anderen um, zum Beispiel «www» auf die Hauptadresse.
  • MX-Eintrag: bestimmt, wohin E-Mails für Ihre Domain geliefert werden (siehe E-Mail mit eigener Domain).
  • TXT-Eintrag: Textnotizen, die Dienste für Bestätigungen und für den E-Mail-Schutz brauchen.
  • NS-Eintrag: bestimmt, bei wem die ganze Eintragsliste geführt wird.

Zwei Regeln helfen: Machen Sie vor jeder Änderung eine Kopie (Screenshot) aller bestehenden Einträge. Und rechnen Sie damit, dass eine Änderung einige Stunden braucht, bis sie überall sichtbar ist.

Anbieterwechsel und Verlängerung

Die Domain lässt sich zu einem anderen Anbieter umziehen (Transfer). Die Website bleibt davon unberührt. So gehen Sie vor:

  1. Sichern Sie alle DNS-Einträge, besonders A und MX.
  2. Eröffnen Sie das Kundenkonto beim neuen Anbieter und beauftragen Sie den Transfer.
  3. Heben Sie beim alten Anbieter eine eingerichtete Transfersperre auf und verlangen Sie den Transfercode (auch Auth-Code genannt).
  4. Geben Sie den Code beim neuen Anbieter ein und beachten Sie Bestätigungsmails an die Inhaberadresse.
  5. Prüfen Sie nach dem Wechsel die Website, senden Sie eine Testmail und kontrollieren Sie, ob die Einträge noch stimmen.

Wechseln Sie nicht in der letzten Woche vor dem Ablauf und nicht gleichzeitig mit dem Hoster oder dem Mail-Anbieter. Sonst wissen Sie bei einer Störung nicht, wo sie liegt.

Zur Verlängerung: Läuft die Domain ab, funktionieren Website und E-Mail nicht mehr. Nach einer Frist wird der Name frei, und jemand anderes kann ihn registrieren. Tragen Sie das Ablaufdatum in den Kalender ein, mit einer Erinnerung zwei Monate vorher, und prüfen Sie, ob die Zahlungsdaten noch gelten. Einen festen Rhythmus für solche Kontrollen beschreibt der Beitrag Website-Pflege.

Domain-Verwaltung gut aufgestellt

Wenn Sie eine neue Website planen, klären Sie die Domain zuerst. Mit dem kostenlosen Website-Check sehen Sie, wo Ihre bestehende Seite steht. Edelweiss vermittelt Ihr Vorhaben an eine Agentur, die dazu passt. Für Sie ist das kostenlos, bezahlt werden wir von den Agenturen. Sie können Ihr Vorhaben in sechs Fragen beschreiben. Weitere Beiträge: Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Registrierung einer .ch-Domain?

Die Bestellung selbst dauert wenige Minuten. Bis die Domain nach den ersten DNS-Einstellungen überall im Internet erreichbar ist, können einige Stunden vergehen. Planen Sie das ein, wenn die Website an einem bestimmten Tag online gehen soll.

Brauche ich zusätzlich andere Endungen wie .com?

Für Kundschaft in der Schweiz genügt .ch. Weitere Endungen lohnen sich, wenn Sie auch im Ausland arbeiten oder verhindern möchten, dass jemand einen sehr ähnlichen Namen nutzt. Jede zusätzliche Domain muss aber verwaltet und verlängert werden.

Kann ich eine Domain registrieren, ohne eine Website zu haben?

Ja. Sie reservieren damit den Namen, und E-Mail-Adressen mit der Domain funktionieren auch ohne Website.

Was passiert, wenn ich die Verlängerung verpasse?

Website und E-Mail fallen aus. Je nach Anbieter gibt es eine Frist, in der Sie die Domain noch zurückholen können, danach wird sie frei. Melden Sie sich bei Ihrem Anbieter, sobald Sie es merken.